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Aktualisierte Tourismusbilanz für Arendsee

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Von: Jens Heymann

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Die „Queen Arendsee“ in der Nähe der Seetribüne
Die „Queen Arendsee“ leistete in diesem Jahr schwere Dienste. Ihr Pensum soll nach den Vorstellungen in der Stadt noch weiter in den Winter ausgedehnt werden. © Heymann, Jens

Der Arendseer Campingplatz sei mehrfach richtig ausgebucht gewesen, begann Luftkurort-Arendsee-GmbH-Chefin Claudia Schulz am Montag ihre schnörkellose Tourismuszwischenbilanz im Wirtschaftsausschuss. Viel Arbeit liegt hinter der GmbH, noch mehr vor ihr. Aber die Mühen scheinen sich gelohnt zu haben.

Arendsee – Seit Schulz das Ruder übernommen hat, wurde auf dem Campingplatz einiges bewegt. Durchaus im wörtlichen Sinne. Es sei abgerissen und aufgebaut worden, ein neuer Spielplatz entstanden und auch vieles in der Organisation angepasst worden, etwa bei der Preisliste, der Platzordnung und der Buchbarkeit über das Internet. Letzteres soll im Winter voll aktiviert werden.

Aber trotz allem gibt es noch ein größeres Ziel: die ganzjährige Nutzung des Campingplatzes, wie Claudia Schulz der AZ in einem separaten Gespräch mitteilte. Doch zuvor müssen das Gelände und dessen Infrastruktur winterfest sein. An Arbeit wird es wohl auch künftig nicht mangeln.

Stichwort Ganzjährigkeit: Nach den Ausführungen im Wirtschaftsausschuss soll auch das blendende Geschäft mit dem Schiff „Queen Arendsee“ ausgebaut werden. Dazu hat es nach GmbH-Info bereits eine offizielle Anfrage beim Land gegeben – mit einer grundsätzlich positiven Antwort, sofern beispielsweise das Ruhezeitfenster für die Vogelwelt am See eingehalten wird. Erst Wildgänse beobachten, dann Gänse essen – da wird gedanklich schon so manche Eselsbrücke geschlagen. Wie dem auch sei: Mit vielen regulären und knapp 50 Charterfahrten bislang und weiterzählend will die GmbH diese Einnahmemöglichkeit weiter ausbauen. Die lukrative Vorweihnachtszeit fehlt da bislang. Dass die „Queen“ auf der anderen Seite auch immer wieder mit hohen Wartungs- und Reparaturkosten einhergeht, unterstreicht den Sinn einer höheren Auslastung.

Diversifizierung ist unterdessen ein Thema für das Strandbad. Die Einnahmen dort generieren sich nämlich hauptsächlich aus dem Eintritt. Lediglich zehn Quadratmeter Gastronomiefläche für tausende Besucher stünden der GmbH aktuell zur Verfügung, erläuterte Schulz. Ein neuer bzw. angepasster Bebauungsplan soll dem entgegenwirken. Über den viel diskutierten Seetribünenumbau und andere noch weitgehend ungelegte Eier sprach im Wirtschaftsausschuss niemand – zumindest nicht öffentlich.

Der Arendsee soll nach den Vorstellungen der GmbH ein Ort für Schwimmunterricht werden. Eine Bewerbung laufe, erfuhr die AZ am Abend. Apropos Nichtschwimmer: Das Niedrigwasser im Uferbereich stieß laut Claudia Schulz bei einigen Gästen auf positive Resonanz. So ein langer, flacher Bereich sei ein „toller Wasserspielplatz“. Zur Wahrheit gehört aber auch: Das Rettungswesen arbeitet gemäß GmbH nun auch mit Sauerstoffflaschen – denn hinter der Abbruchkante geht es steil hinunter.

Beschwerden gab es ebenfalls: über den Zustand der privaten Strandgaststätte.

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