Grünes Licht für den Umbau

Arbeiten im alten Arendseer Gerätehaus können beginnen

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Das Arendseer Gerätehaus-Ensemble mit der neuen Fahrzeugehalle und dem Verbinder. Der Altbau dahinter soll saniert werden.

Arendsee – „Die Baugenehmigung ist da. Wir können die Ausschreibung vorbereiten“, erklärte Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, dass der langersehnte Umbau des alten Feuerwehrgerätehauses Arendsee in einigen Monaten beginnen kann.

Die Freiwilligen hatten sich bereits im Juli 2016 bei der 150-Jahr-Feier der Wehr einen neugestalteten Altbau gewünscht. Damals wurde zumindest eine moderne Fahrzeughalle inklusive Verbindungs-Trakt eingeweiht. Dieser führt in ein renovierungsbedürftiges Objekt. Doch auch dieses soll bald modernen Ansprüchen genügen.

300.000 Euro stehen bereit. Ein Hauptaugenmerk liegt auf das Obergeschoss. „Dort werden Wände eingerissen“, kündigte Norman Klebe an. Denn neben einem neuen Versammlungsraum sollen auch moderne Toiletten sowie Räume für Verantwortungsträger wie Wehrleiter und Jugendwart entstehen. Kernstück in diesem Bereich wird ein Stabsraum, von dem aus im Katastrophenfall Entscheidungen getroffen werden.

Auch im unteren Bereich, der Fahrzeughalle an der Bahnhofstraße, sind Veränderungen vorgesehen. Dort muss zunächst die Feuchtigkeit raus, dafür werden die betroffenen Wände aufgeschlitzt. Eine Werkstatt soll entstehen, auch von einer Kammer für verschiedene Feuerwehrbekleidung ist die Rede. Zudem könnte eine Traditionsecke entstehen. Alte Gerätschaften, die im Besitz des Fördervereins sind, gibt es noch reichlich. Dazu gehört zum Beispiel eine alte Funkausrüstung. Die historische Technik ist derzeit unter anderem bei Privatpersonen untergebracht.

Es soll auch Platz für ein Fahrzeug bleiben, die übrigen stehen in der neuen Halle. Der Gebäude-Komplex soll nach den Umbauarbeiten im Katastrophenfall als Anlaufpunkt für die Bevölkerung dienen. Dafür wird ein leistungsstarkes Notstromaggregat installiert, das die Versorgung garantiert.

Für Schwierigkeiten hatte bei der Planung im Vorfeld die Forderung des Gesetzgebers gesorgt, dass es einen zweiten Fluchtweg vom oberen Geschoss des alten Gerätehauses geben muss. Dies wird über eine zusätzliche Treppe realisiert. Jahrzehnte lang ging es ohne, das Gebäude wurde zu DDR-Zeiten mit viel Eigenleistung der ehrenamtlichen Kameraden gebaut und später um eine Garage erweitert.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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