Höwischer Ortschaftsrat bekennt sich zu Windpark

Bis zu 18 Anlagen, jede 200 Meter hoch

Der Entwurf des Windparks Gagel, der auch die Gemarkung Höwisch tangiert: Bis zu 18 Anlagen sollen sich dort drehen, rund 70 Eigentümer müssen sich zu dem Vorhaben bekennen. Foto: Güssefeld

Höwisch. Dass ein Ortschaftsrat für einen Windpark in seiner Gemarkung plädiert, ist nichts Ungewöhnliches. Doch dass er so viel Zustimmung genießt, ist doch immer wieder eine Überraschung.

Die Höwischer konnten dem Vertreter des Unternehmens Prokon gut folgen, der die Pläne am Donnerstagabend im Gemeinschaftshaus vorstellte. Markus Straeten erklärte das Gebiet des Windparkes Gagel, der die Gemarkung Höwisch auf rund 40 Hektar berührt. Ingesamt sind es 172 Hektar, auf denen theoretisch 18 Windenergieanlagen Platz hätten. Und diese würden bis in eine Höhe von 196 Metern in den Himmel ragen. Kleinere Anlagen seien nicht wirtschaftlich, so der Prokon-Fachmann. Die Nabenhöhe betrage immerhin noch 140 Meter. Die Fläche, die im Entwurf ausgewiesen ist, teilen sich fast 70 Besitzer. Nicht mit allen sei bislang Einvernehmen erreicht worden, so Straeten vor dem Gemeinderat. Aber er sei sich sicher, dass das noch gelingen werde. Für das Vorhaben sei die Zusage aller Grundbesitzer notwendig, hieß es am Donnerstag.

Welche Fläche für Windenergieanlagen geeignet ist, wird von der Regionalen Planungsgesellschaft Altmark vorgegeben, erfuhren die Zuhörer. Die sogenannten Vorranggebiete müssten dann so gestaltet werden, dass sie den Gesetzlichkeiten entsprechen. So müsste von übergeordneten Straßen 300 Meter, von Wäldern rund 200 Meter Abstand gehalten werden. Vom jeweils letzten Haus müsse eine Windkraftanlage gar 1 000 Meter entfernt sein.

Von den Vorteilen für die Orte sprach der Prokon-Mann – natürlich profitieren in erster Linie die Grundbesitzer, aber auch die Kommunen durch die Gewerbesteuer. Dann wiederum könne auch Geld direkt in Stiftungen der Ortsteile fließen. Der Anreiz sei groß, stellten die Ratsmitglieder fest. Damit würden auch die etwas bekommen, auf deren Flächen keine Windkraftanlagen möglich sind, weil die Flächen dafür nicht vorgesehen sind.

Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für 2013 vorgesehen, wenn die Fläche vom Land per Gesetz als Windpark ausgewiesen ist. Bis dahin gilt es für Prokon, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Von Harry Güssefeld

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