Messstelle bei Beamten beliebt

Wo andere Urlaub machen, blitzt die Polizei: An der Arendseer Lindenstraße wird bezahlt

Uwe Middelhoff (am Laser), Regionalbereichsbeamter (RBB) in Kalbe, blitzte gemeinsam mit Andreas Philipp aus Arendsee.
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Uwe Middelhoff (am Laser), Regionalbereichsbeamter (RBB) in Kalbe, blitzte gemeinsam mit Andreas Philipp aus Arendsee.

Arendsee – Blitzen ist keine Besonderheit. Aber am Freitag hieß es: „In der nächsten Woche werden im Altmarkkreis Salzwedel im Rahmen einer Kontrollwoche zum Thema ,RoadPol-Speed’ mehrere Kontrollstellen durch die Polizei eingerichtet."

RoadPol stelle ein europäisches Netzwerk der Verkehrspolizisten dar, welches es sich zur Aufgabe gemacht habe, „europaweite Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. “ Das Hauptziel ist die Reduzierung der Anzahl von Verkehrstoten- und opfern auf europäischen Straßen.

Die Anzeige kann der Sünder bei Bedarf einsehen.

Vorrangig waren Geschwindigkeitskontrollen an verschiedenen Orten im Altmarkkreis angekündigt, und eine Stelle davon war die bereits bekannte Einfahrt zum Wellnesshotel in Arendsee. Und die beiden Polizisten, Polizeihauptmeister Andreas Philipp, und Polizeiobermeister Uwe Middelhoff, die die Lindenstraße aus Richtung Stadtmitte im Blick hatten, wurden dabei vom „Laser Patrol“ unterstützt. Der Laserwaffe gegen Raser. Nun kann aber wahrlich nicht jeder, der statt der vorgeschriebenen 30 km/h etwas mehr fährt, als Raser bezeichnet werden – aber er muss zahlen.

Seit 9.30 Uhr standen die Beamten an der Lindenstraße. Zuvor hatten sie sich in Zühlen postiert – ein Fiat-Fahrer war mit 63 durch die Messstelle gefahren. Bei 50 immer noch verkraftbar für den Verkehrssünder. Aber an der Lindenstraße war rund eine Stunde nach Beginn der Messungen ein Mopedfahrer mit 62 Stundenkilometern der Messeinrichtung entgegen gefahren. Das wird teuer, denn das waren zunächst 32 zu viel – abzüglich der drei km/h Toleranz bleiben 59. Übrigens: Bestraft wird aktuell nach dem alten Bußgeldkatalog. Heißt: Bei der 30-er Strecke innerorts wäre der Lappen erst bei 31 weg. Nach neuer Regel bei 21 drüber.

Gegen 10.30 Uhr fährt ein VW-Touran in die Messstelle. Mit 44 km/h wird er gemessen, das kostet 25 Euro. Kurze Zeit später wird ein Hyundai herausgewunken.

Das Ergebnis an der Lindenstraße: Von 9.30 bis 12 Uhr wurden 120 Fahrzeuge kontrolliert. Acht Verstöße, darunter einer mit einem Bußgeld, stehen im Protokoll. Am schnellsten fuhr ein Mopedfahrer bei erlaubten 30 km/h mit 59 km/h. Von 13 bis 14 Uhr wurde erneut geblitzt: Hierbei wurden zwei Verwarngeldverstöße festgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 50 km/h. 51 Fahrzeuge wurden in der Stunde kontrolliert. VON HARRY GÜSSEFELD

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