„Lassen wir uns nicht bieten“

Alte Poststraße: Anwohner machen gegen Busse weiter mobil

Ein Radfahrer fährt auf der Alten Poststraße in Arendsee.
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Der Randbereich der Alten Poststraße ist mittlerweile an einigen Stellen knapp zehn Zentimeter abgesackt. Anwohner schlagen deswegen seit Jahren Alarm.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Klaus Lühe, Heinz Tietke und Hans-Jürgen Zade, Anwohner der Alten Poststraße in Arendsee, haben bislang vergebens auf eine Nachricht aus dem Rathaus gewartet. Die sei ihnen zugesichert worden, sobald es Neuigkeiten über ihre vom Schülerbusverkehr zerfahrene Straße gibt.

Arendsee – Nun hat die Stadtverwaltung inzwischen ihre Karten auf den Tisch gelegt – ohne die drei. Hauptamtsleiter Michael Niederhausen erklärte im jüngsten Sozialausschuss (wir berichteten) in Mechau, dass die Verwaltung das Umsetzen der Bushaltestelle von der Alten Poststraße woanders hin nicht empfehle und stattdessen die Fahrbahn besser befestigten wolle.

Diese Entwicklung schmeckt den drei Anwohnern gar nicht. „Wir lassen uns das nicht mehr bieten“, erklärten sie am Dienstag in einer gemeinsamen Runde mit der AZ. In groben Zügen sei bereits ein Brief an den Altmarkkreis aufgesetzt. Ihre Argumente: Für den Bau der notwendigen Buswendeschleife hätte der Einsatz von Fördermitteln genauer geprüft werden müssen. Denn die Straße sei mit 5,20 Metern einfach zu schmal für Begegnungsverkehr. Zusätzliche Befestigungen, wie sie Michael Niederhausen gegenüber der AZ als Option erwähnte, würden das seitliche Versickern des Regenwassers nur weiter einschränken, hieß es ferner. Dazu kämen viele parkende Autos, wenn in der Kita etwas los sei.

Den Vor-Ort-Termin im Mai halten Lühe, Tietke und Zade im Nachhinein für wenig aussagekräftig. Morgens zur Hauptzeit hätte dieser sein müssen, nicht am frühen Nachmittag, argumentieren sie. Hauptamtsleiter Niederhausen hatte der AZ als Fazit geschildert, dass sich bei der Begehung keine größeren Probleme durch die Busse gezeigt hätten.

Sie haben 90 Prozent bezahlt und nun lediglich zehn Prozent Mitbestimmung, erklärten die drei Poststraßler. Aus der Anliegerstraße sei inzwischen eine Durchfahrtsstraße geworden.

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