Rathaus: In diesem Jahr keine Ausschreibung mehr möglich / Planungsbüro arbeitet an Unterlagen

Altbau-Sanierung startet 2019

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Nach der Einweihung des neuen Gerätehauses am Dessauer Worth braucht der Altbau einen neuen Zweck. Diesen sehen die Arendseer Feuerwehrmitglieder beispielsweise im Tagungsraum.

Arendsee. Der Altbau des Feuerwehrgerätehauses in Arendsee soll erst im kommenden Jahr saniert werden. 2018 sei eine Ausschreibung nicht mehr machbar, teilte Bauamtschefin Monika Günther der AZ auf Nachfrage mit.

Das liege auch daran, dass nicht sicher sei, ob die notwendige Baugenehmigung des Bauordnungsamtes des Altmarkkreises noch in diesem Jahr vorliegen werde, hieß es weiter aus dem Rathaus.

Schäden an der Fassade des Gebäudes sind sichtbar geworden. Die Vorarbeiten für die Sanierung laufen jedoch. 

Dennoch ist bereits eine Menge passiert. Namentlich die Vorarbeiten wie beispielsweise das Klären der künftigen Raumbelegung, das Prüfen des Brandschutzes und der Statik. „Diese Vorberatungen sind soweit abgeschlossen, dass das Planungsbüro die Bauunterlagen zur Bauantragsstellung erarbeiten kann“, sagt Günther. Liege die Genehmigung vor, solle im nächsten Jahr mit dem Sanieren begonnen werden.

Der Altbau war bis zur Einweihung des neuen Gerätehauses im Jahr 2016 Stützpunkt der Arendseer Feuerwehr. Dass sich Verwaltung und Brandschützer überhaupt Gedanken um das Gebäude machen, liegt daran, dass es nach wie vor für Tagungen genutzt wird. Und auch daran, dass der Neubau billiger (320.000 Euro) war als geplant.

Das alte Gerätehaus wurde zu DDR-Zeiten unter großer Hilfe der Ehrenamtlichen errichtet. Nach der Wende gab es einige Modernisierungen, etwa an der Fassade und bei den Rolltoren.

Bereits vor der Existenz des Neubaus gleich dahinter am Dessauer Worth wurde in Arendsee über die künftige Weiterverwendung des altgedienten Objekts nachgedacht. Zwischenzeitlich hatten Bauexperten dem Altbau wenig Hoffnung für eine Sanierung gegeben, doch die Feuerwehrleute ließen nicht locker. So läuft nun die Bürokratie für den Sanierungsstart 2019.

Von Jens Heymann

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