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Alt-Pädagogen-Treff im „Segler-Heim“

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Von: Jens Heymann

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Rund zwanzig ehemalige Pädagogen haben sich am Montag im Arendseer „Segler-Heim“ getroffen.
Rund zwanzig ehemalige Pädagogen haben sich am Montag im Arendseer „Segler-Heim“ getroffen. Reiner Klewe aus Gestien (stehend) kümmert sich seit Jahren um das Aufrechterhalten der Kontakte. © Heymann, Jens

Als Reiner Klewe die Anwesenden im „Segler-Heim“ am Montagmittag durchzählte, kam er auf 21 Personen. Vier fehlten oder kamen erst später – das hätte es wohl früher zu aktiven Zeiten als Lehrer, Erzieher oder technische Kraft nicht gegeben. Doch Klewes Truppe ist gänzlich in Rente, das Durchschnittsalter beträgt knapp 80 Jahre. Um das auszurechnen, habe er Tage benötigt, scherzte er.

Arendsee – Der Gestiener ist die treibende Kraft hinter den Treffen der ehemaligen Arendseer Pädagogen. Das wissen auch die anderen. Seit vielen Jahren kommen sie bis zu dreimal im Jahr zusammen. Nicht immer zum gemütlichen Beisammensein; es hat auch Busfahrten und Fahrradausflüge in der Vergangenheit gegeben.

Corona bremste zwischenzeitlich die Senioren aus. So hat denn noch niemand das goldene Jubiläum geschafft, sprich fünfzig Teilnahmen. Kein Wunder, es gab insgesamt erst 42 Treffen.

Dass so viele ins „Segler-Heim“ gekommen sind, freute den Organisator. Überhaupt ist die Ehemaligengruppe steten Änderungen unterworfen. Neue kommen hinzu, manche ziehen weg, anderen ist der Weg zu weit, und einige sind verstorben.

Über das aktuelle Schulwesen wurde im Beisein der AZ nicht viel gesprochen. Wichtiger war die richtige Auswahl des Mittagessens – Sülze, Schnitzel, Matjes oder Zander. Dazu meist Bier.

Die heutzutage geringe Lehreranzahl an den Schulen wurde dennoch angerissen und auch die fortschreitende Technik wie die neuen Digitaltafeln. Schultafeln stauben nicht mehr durch die Kreide, können sich dafür aber ins Internet einwählen. Wobei: Innovationen gab es auch zu den aktiven Zeiten der Ehemaligen. Den Taschenrechner beispielsweise, erwähnte eine Frau. Kopfrechnen hat trotzdem nicht geschadet.

Die Wende habe ebenfalls einiges verändert, hieß es. Die Eltern wurden lauter, die Schüler frecher. Aber das kümmert die Senioren nur noch beiläufig.

Reiner Klewe hat bereits den Juni kommenden Jahres im Kopf. Aus vielen Feldern habe er sich schon zurückgezogen. Aber die Treffen mit den Ehemaligen sollen weiteregehen – bis zum Goldenen.

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