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Aktueller Stand bei fünf Arendseer Themen kurz beleuchtet

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Von: Jens Heymann

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Bezüglich der Ufergrenze der Seeparzellen hat es nach Informationen aus dem Arendseer Rathaus ein Treffen mit dem zuständigen Landesbetrieb gegeben.
Bezüglich der Ufergrenze der Seeparzellen hat es nach Informationen aus dem Arendseer Rathaus ein Treffen mit dem zuständigen Landesbetrieb gegeben. © Heymann, Jens

Eine ganze Reihe von Themen hat die Arendseer Politik vor und während der Sommerpause bewegt. Hier nun ein kurzer Abriss über den Stand der Dinge.

Arendsee – Intensiv und vor allem gut besucht war die Bürgerversammlung Ende Juni im Integrationsdorf Arendsee. Eine wichtige Frage konnte damals allerdings aufgrund der Abwesenheit eines Vertreters des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, kurz LHW, nicht geklärt werden. Nämlich die nach der maßgeblichen Grenze zwischen Seeufer (Landeseigentum) und privaten Parzellen. Laut Arendseer Stadtverwaltung hat es zwischenzeitlich ein Treffen gegeben. Dabei kam heraus, dass das LHW anhand von Karten arbeite und nicht nach der aktuellen Wasserlinie gehe. Diese Grenze ist entscheidend für Bebauungen, denn es soll ein zehn Meter breiter Streifen frei bleiben. Weil dies manche Parzellenbesitzer vor Platzprobleme stellt, könnte die Stadtverwaltung nach AZ-Informationen Einzelbetrachtungen vornehmen.

Förderantrag für Wald-Löschbrunnen

Das eigentlich wenig spektakuläre Beantragen von Fördermitteln für Löschbrunnen insbesondere in Waldgebieten ließ die Sommerpause kurz heiß werden. Mittlerweile habe die Stadtverwaltung nach Auskunft von Bürgermeister Norman Klebe die fehlenden Unterlagen nachgereicht – bis auf das Dokument eines betroffenen Grundeigentümers und einer Bescheinigung des Finanzamtes. Der Antragsprozess laufe jedoch, und es sei alles klar, versicherte Klebe.

Fortschritte beim Waldheim

Am Jahresanfang mussten die Arendseer Politik und die Verwaltung noch einmal bezüglich des Waldheim-Projekts tätig werden. Der Altmarkkreis hatte moniert, dass Unterlagen zu kurz öffentlich ausgelegt worden seien. Die wiederholte Auslegung ist erfolgt, und die Kreisbehörde hat die entsprechenden Flächennutzungs- und Bebauungspläne zwischenzeitlich genehmigt. Bürgermeister Klebe teilte der AZ mit, dass der Waldheim-Investor auch eine Baugenehmigung beantragt habe, die aber noch ausstehe.

Metallbau-Ausbau soll Thema sein

Immer scharf an der Grenze zwischen öffentlichem Interesse und internen Informationen ist die von Arendsees Unternehmer Renee Herbst vorgesehene Betriebserweiterung in der Politik behandelt worden. Dabei geht es nicht um die Expansion des Metallbaubetriebs an sich, sondern um die für die Bodenversiegelung notwendige Ausgleichsfläche. Die sollte den Plänen nach auf einem Teil einer Gewerbefläche entstehen – das stieß auf Widerstand im Bauausschuss und im Stadtrat, der die ganze Sache nach Mehrheitsbeschluss schließlich von der Tagesordnung nahm. Bürgermeister Klebe, ein Befürworter der Herbst´schen Pläne, will diese nun wieder auf die Agenda zurückbringen. Idealerweise seien bis dahin in Gesprächen zwischen Politik und Unternehmer die strittigen Punkte geklärt worden.

Tourismuskonzept in der Warteschleife

Die Sache sei erledigt, erklärte Norman Klebe, als er auf das Tourismuskonzept angesprochen wurde. Ob es das wirklich ist, dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, nachdem die Stadträte Zeit hatten, sich mit den 41 Stichpunkten auseinanderzusetzen. Bislang ging es mehr um Fristen und die richtige Bühne für die Präsentation als um den Inhalt.

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