Acht Euro für eine Runde

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Kapitän Walter Bursy nicht am Steuerrad, sondern mit der Drahtbürste am Schaufelrad. Die „Queen“ wird am 9. April ins Wasser gelassen. Zu Ostern beginnt wieder die Saison.

Arendsee - Von Harry Güssefeld . Es war kalt gestern Morgen, als „Queen“-Kapitän Walter Bursy mit der Drahtbürste die Algen- und Kalkreste vom Schaufelrad der Königlichen entfernte. Das in die Jahre gekommene Fahrgastschiff immer wieder am Laufen zu halten, dafür tun er und sein Kollege Ralf Porath alles.

Alles, was auch finanziell machbar und notwendig ist. Zum TÜV musste das Schiff in diesem Jahr nicht, aber einen neuen Teilanstrich braucht es auf jeden Fall. Vor allem den Unterwasseranstrich mit Antifouling – einer Farbe, auf der die Algen nicht haften – müssen die Männer anbringen, auch das Schaufelrad wird optisch aufgewertet. Bis zum 9. April muss alles erledigt sein. Dann wird das Schiff wieder ins Wasser gelassen, muss dann das Trockendock wieder verlassen. Denn die „Queen“ bringt nur dann Geld in die Kassen der GmbH, wenn sie auch läuft – und möglichst viele Passagiere befördert. Diese müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Statt bisher sieben Euro für die rund 75-minütige Rundfahrt auf Sachsen-Anhalts größtem Natursee müssen nun acht Euro bezahlt werden. Kinder zahlen vier. Zwar wies die alte Tafel bis gestern noch die alten Preise aus, aber Sonja Nowak, amtierende Geschäftsführerin der Luftkurort-Arendsee-GmbH, begründete die Änderung. „Wir hatten das schon im Oktober festgelegt. Grundlage dafür waren die höheren Betriebskosten für das Schiff“, sagte sie gestern der Altmark-Zeitung. Beispielsweise seien die Dieselpreise ein Grund dafür. Doch das solle zunächst nur die einzige Erhöhung bleiben. Im Wirtschaftsplanentwurf der GmbH sind weder Änderungen beim Eintrittsgeld ins Strandbad noch bei den Gebühren auf dem Campingplatz angedacht.

Am 1. April übernimmt Michael Meyer die GmbH.

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