Seit heute Campingplatz für Touristen aus Sachsen-Anhalt offen

Unsicherheit bei „Queen“: Abstand an Land einfach, auf Schiff nicht

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Für die „Queen Arendsee“ gibt es laut Luftkurort Arendsee GmbH noch keinen konkreten Einsatzplan. Zu viele Fragen seien noch ungeklärt, so GmbH-Chef Michael Meyer. Das Strandbad bleibt für Spaziergänger offen.

Arendsee – Mit der Änderung zur fünften Corona-Eindämmungsverordnung ergibt sich für den Arendseer Tourismus eine wichtige Änderung: Ab heute können Personen mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt wieder zu touristischen Zwecken auf den Campingplatz am Harper Weg.

Vorausgesetzt, sie sind in der Lage, sich selbstständig und unabhängig zu versorgen. Toiletten und Waschbecken sollen allerdings zur Verfügung stehen, heißt es in der Verordnung und auch von Luftkurort-Arendsee-GmbH-Chef Michael Meyer.

Der Campingplatz am Harper Weg öffnet heute für Touristen aus Sachsen-Anhalt, die sich versorgen können.

Über Himmelfahrt und Pfingsten sei der Platz gut belegt, sagt Meyer. Der Kiosk soll ab morgen öffnen, die Camping-Klause voraussichtlich ab Freitag, 22. Mai. Die GmbH habe alles entsprechend umgebaut, versichert der Geschäftsführer, verweist aber dennoch auf die üblichen Abstands- und Sicherheitsregeln. Benutzer des Campingplatzes müssen zudem einen Meldebogen ausfüllen – mit Fragen zum Gesundheitszustand und Angaben zu allen Mitreisenden.

Wenig Bewegung gibt es bei den anderen touristischen Einrichtungen. Das Strandbad ist schon länger für Spaziergänge geöffnet; das Baden bleibt verboten. Seit einigen Tagen ist das Absperrband um den Spielplatz verschwunden.

Pflicht für Camper: ein Meldeschein.

Eine gedankliche Baustelle bleibt die „Queen Arendsee“. Die GmbH arbeite daran, so Michael Meyer. Für das Fahrgastschiff gelten aufgrund der Enge besondere Umstände. So können sich die Gäste nicht beliebig weit voneinander entfernen, wollten sie nicht ins Wasser fallen. Erst recht nicht mit der 50-Meter-Abstandsregel beim Essensverzehr nach dem Kauf vom schiffseigenen Kiosk. Gleichzeitig müssen sich die Fahrten rechnen, also eine gewisse Anzahl an Personen an Bord sein. Michael Meyer fügt an, dass es keine Aussage gebe, wie Fahrgastschiffe zu betreiben seien – ob etwa mit Maskenpflicht oder ohne. Eines weiß er: „Wir machen alles Menschenmögliche.“

VON JENS HEYMANN

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