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30. Fleetmarker Dorf- und Gewerbefest war ein Erfolg

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Fleetmark von oben sehen
Einmal Fleetmark von oben sehen – mithilfe einer Hebebühne wurde genau das ermöglicht. Das 30. Dorf- und Gewerbefest bot Besucherinnen und Besuchern ein umfangreiches Programm. © Schwarz, Eckehard

Der Fleetmarker Gewerbeverein lud zum bereits 30. Dorf- und Gewerbefest ein. Es wurde gesungen, gebastelt und von weit oben das Dorf überblickt.

Fleetmark – „Wir sind sehr glücklich darüber, dass es jetzt bereits zum 30. Mal dieses Dorf- und Gewerbefest hier in Fleetmark gibt und so viele Besucher nicht nur aus Fleetmark, sondern auch aus den umliegenden Orten gekommen sind“, freute sich der Gewerbevereinschef Thomas Meyer zur Eröffnung des Festes im Lindenpark über den guten Besuch. Auch in diesem Jahr ist es dem aus derzeit 30 aktiven und fünf passiven Mitgliedern bestehenden Verein gelungen, ein buntes und abwechslungsreiches Fest für die ganze Familie zu organisieren.

Eröffnet wurde es von den Schülern der Grundschule des Ortes, die ein schönes Programm einstudiert hatten. Darin zeigten die Kinder auf, wie traurig und zornig sie sind, wenn eine Jugendeinrichtung geschlossen und abgerissen werden soll, um auf dem Platz eine Tankstelle zu errichten.

Grundschulkinder
Grundschulkinder führten eine Geschichte über den Widerstand gegen die Schließung eines Jugendheims auf. © Schwarz, Eckehard

Gesang, Big Band und DJ Micha

„Wir Kinder haben auch Rechte“, sangen sie kämpferisch in einem ihrer Lieder. Dem Publikum hat das Stück gut gefallen, wie man am Applaus unschwer erkennen konnte. Doch auch die Kinder der Kita „Abenteuerland“ begeisterten ihr Publikum mit lustigen Liedern und Gedichten. Für die richtige Stimmung am Nachmittag sorgte dann die Big Band der Salzwedeler Kreismusikschule unter Leitung von Falk Kindermann. Am Abend übernahm DJ Micha.

Doch nicht nur das kulturelle Programm zum Fest kam gut an. Auch die Gewerbetreibenden nutzten ihre Veranstaltung, um ihr jeweiliges Unternehmen vorzustellen und auch Nachwuchs anzuwerben.

Dichtgedrängt standen die Zelte und Pavillons der Handwerker und luden zu Gesprächen und zum Mitmachen ein. So konnten die Kinder an einem Stand des Forstbetriebes ihr eigenes Vogelhaus bauen und es dann sogar noch schön bunt anmalen. In einem anderen Zelt stellte der Rassekaninchenzuchtverein G 824 in Fleetmark sich den Besuchern vor und zeigte einige seiner vielfach preisgekrönten Tiere.

Stand der Forstbetriebe
Am Stand der Forstbetriebe konnten Kinder ein eigenes Vogelhaus bauen und anschließend auch bunt anmalen. Die Kreativität hatte keine Grenzen. © Schwarz, Eckehard

Besucher waren bombig überrascht

Einen besonderen Hingucker hatte Steffen Coßbau vom Bauservice Altmark mitgebracht. Er hatte bei Erdarbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Flugplatzes in Salzwedel Übungsbomben aus Beton gefunden, die er den überraschten Besuchern gern näher erläuterte.

Doch er hatte noch mehr „Männerspielzeug“ dabei. So konnte man bei ihm, unter Anleitung natürlich, einmal einen Bagger bedienen und Holzschwellen stapeln.

Wem dies nicht aufregend genug war, der war eingeladen sich mit einer Hebebühne in die Lüfte heben zu lassen und einmal Fleetmark von oben zu betrachten. Auch das kulinarische Angebot von der Bratwurst bis hin zu Eis, Most und vielem mehr ließ bei den Besuchern auf dem Fest wieder keine Wünsche offen. Natürlich lockte auch der Rummel mit seinem Karussell, Autoskooter und weiteren Attraktionen Jung und Alt an.

Rummel
Der Rummel ermöglichte den Kindern, sich neben den vielen kulturellen Angeboten auch auszutoben. © Schwarz, Eckehard

Schüler verkauften eigene Zeitung

„Möchten sie von uns eine Schülerzeitung kaufen“, hörte man am Nachmittag gleich mehrere Kinder der Grundschule auf dem Festplatz fragen. Auch Lonnie Wolff aus der 3. Klasse war mit Begeisterung dabei, ihre Zeitungen an den Mann oder die Frau zu bringen. „Die haben wir selbst geschrieben, da stehen ein Bericht von der Klassenfahrt der 4. Klasse nach Magdeburg, ein Artikel über Müll in den Meeren sowie auch Geschichten, Witze und vieles mehr drin“, betonte die junge Zeitungsverkäuferin. Ihre Freundin hielt auch gleich lächelnd einen Hut für Spenden mit hin. Den Kindern hat der Verkauf sichtlich Spaß gemacht. Überhaupt hatte das Fest, wie von den Organisatoren angestrebt, einen sehr angenehmen, kinderfreundlichen und auch familiären Charakter.

Am darauffolgenden Sonntag begann das zweitägige Dorffest und die Gewerbeschau bereits um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der benachbarten Dorfkirche. Danach luden dann „Scheres lustige Straßenmusikanten“ zum gemütlichen Frühschoppen ein.

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