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28 Hochzeiten im Jahr 2022 in Arendsee

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Von: Jens Heymann

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Sandro (Mitte) und Maria Steuber gehörten zu den 28 Paaren, die im vergangenen Jahr in Arendsee geheiratet haben.
Sandro (Mitte) und Maria Steuber gehörten zu den 28 Paaren, die im vergangenen Jahr in Arendsee geheiratet haben. Ihr Tag, der 2. Februar 2022, war ein besonderes Datum – Mai und September waren aber beliebter. © Freier Mitarbeiter

Wo sonst in Sitzungen manchmal über ziemlich dröge Dinge gesprochen wird, ist gleich nebenan das romantische Zentrum von Arendsee. Sitzungszimmer auf der einen Seite, Standesamt daneben – beides zusammen im Rathaus.

Arendsee – Obwohl die Stadt mit dem See wohl einer der malerischsten Orte der Altmark ist, hat das Heiraten im vergangenen Jahr eine ziemliche Delle erfahren. 28 Ja-Worte waren es 2022. Deutlich weniger als die 43 Termine, die noch vor Corona-Zeiten jeweils in den Jahren 2018 und 2019 verzeichnet worden. Da klang sogar ein bisschen Wehmut aus dem Rathaus mit, als diese Zahlen veröffentlicht wurden.

Nicht jede Hochzeit fand übrigens im Standesamt im Rathaus statt. Sieben der 28 Paare heirateten stattdessen auf der „Queen Arendsee“. Andere Lokalitäten wie Kirche, Kloster und auch der Zießauer Bootsanleger wurden für den kirchlichen Teil der Hochzeit bzw. für zusätzliche freie Zeremonien gewählt. Bleibt nur zu hoffen, dass auch künftig der Wasserstand in den Augen der Hochzeitsgäste nicht größer ist als der des Arendsees.

Im Kloster sind freie Zeremonien nach dortiger Auskunft recht beliebt und werden immer wieder angefragt. So steht die nächste Veranstaltung dieser Art in diesem Mai an. Während keine genauen Zahlen zu den freien Eheversprechen vorlagen, gab es immerhin eine Veranstaltung dort mit anschließender Feier.

Die zwei beliebtesten Monate zum Heiraten in der Seestadt waren Mai und September – also weder in der Kälte noch in der ganz großen Hitze. Ein Lieblingsdatum, ein Tag, an dem auffällig viel geheiratet wurde, gab es nach Auskunft aus dem Rathaus nicht. Dafür wussten die Heiratswilligen umso besser, wann sie sich nicht trauen lassen wollten, nämlich im Januar und Oktober.

Die AZ fragte übrigens schelmisch bei Bürgermeister Norman Klebe nach, bei wie vielen Hochzeiten im Rathaus er selbst das Klavier spielt. Das sei im vergangenen Jahr einmal der Fall gewesen, so die Antwort. Aus privatem Anlass – buchen lässt sich der erste Bürger der Einheitsgemeinde Arendsee für derart freudige Anlässe also nicht.

In den Nachbargemeinden wurde natürlich ebenfalls geheiratet. 94-mal war dies in Gardelegen der Fall, 22-mal in Kalbe. Auch die Milde-Stadt verzeichnete Rückgänge durch die Pandemie.

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