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19. Winterbaden im Arendsee

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Der Moment des Winterbadens am Sonnabend im Arendsee: Die mutigen Wasserfreunde stiegen in das kühle Nass.
Der Moment des Winterbadens am Sonnabend im Arendsee: Die mutigen Wasserfreunde stiegen in das kühle Nass. Mit dabei war übrigens auch Winterbadehund Bila mit seinem Frauchen Marina Hunger. © Freier Mitarbeiter

Der 19. Badetag der Arendseer Winterbadefreunde „Die Saunis“ hat am Sonnabend zahlreiche Besucher auf das Gelände des Tauchclubs am Arendsee gelockt. Nach der Begrüßung durch Arendsees Bürgermeister Norman Klebe sowie Uwe Walter von dem gastgebenden „Saunis“ war es für die Winterbader so weit.

Arendsee – Zuerst wurde unter fachmännischer Anleitung von Dr. Petra Zelfel bei einer kurzen Gymnastik die Muskulatur aufgewärmt. Dann ging es für die etwa 50 Winterbader unter dem anerkennenden Beifall der Schaulustigen in die Fluten des Arendsees.

Die Aktiven zeigten sich von den Temperaturen im und am Arendsee nur wenig beeindruckt und sorgten bei ihrem Gang ins Wasser mit oft lustigen Kostümen für eine fröhliche Stimmung. Da waren die „Brandenburger Eisbären“ mit ihren Eisbärenmützen, die „Cumloser Brackratten“ in ihrem Rattenkostüm, die „Samsbader“ aus dem stärksten Dorf der Welt – Samswegen – wie sie betonten, die „Berliner Seehunde“, von denen Marina Hunger gemeinsam mit ihrer Hündin Bila ins Wasser ging. Und natürlich all die anderen, die Fahne schwenkend und in alten Badeanzügen, mit Sonnenschirm oder mit bunten Perücken ins kalte Wasser stiegen. Auch die Arendseer „Saunis“ hatten sich extra für diesen Tag in Kostüme geworfen.

Die „amtlich gemessene Wassertemperatur“ ermittelte Lothar Herold gemeinsam mit Dr. Zelfel gleich zu Beginn der Veranstaltung. „3 Grad Celsius an der Luft und 2,5 Grad Celsius im Wasser in einem halben Meter Tiefe“, verkündeten sie das Ergebnis der Messung. „Das ist leider für uns noch viel zu warm, doch ich habe hier eine Eisscholle gefunden, daher können wir die Veranstaltung heute sogar Eisbadetag nennen“, scherzte Uwe Walter und hob das kleine Eisstück stolz in die Höhe.

Die Taucher hatten auf ihrem Gelände ein Schwedenfeuer entzündet, an dem sich Zuschauer und Winterbader aufwärmen konnten. Mitgliedern des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Arendsee versorgten alle mit Bratwurst vom Grill und mit wärmendem Glühwein.

Wie Uwe Walter vorausblickte, wollen die „Saunis“ in dieser Saison noch Stresow (18. März) und Warnemünde (29. April) besuchen. Das Abbaden folgt am 13. Mai.

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