Investor mit großen Zielen

107 Hektar Fleetmarker Wald an Firma bei München verkauft

Der Wald südlich von Fleetmark besteht zumeist aus Kiefern.
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Der Wald südlich von Fleetmark besteht zumeist aus Kiefern. Ende Mai wurde das 107 Hektar große Areal für rund 1,5 Millionen Euro an einen Investor aus Bayern verkauft. Der will das Projekt für Privatanleger öffnen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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In der Region wird seit Monaten viel über Wind- und vor allem Solarparks gesprochen. Dabei hat längst ein weiterer Akteur das hiesige Spielfeld betreten.

Fleetmark – Für rund 1,5 Millionen Euro hat die Econos Invest GmbH aus dem Münchener Vorort Grünwald Ende Mai dieses Jahres einen rund 107 Hektar großen Wald, direkt südlich an Fleetmark angrenzend (Landesstraße 1), gekauft. Mit dem Ziel, über die Bewirtschaftung der Kiefern (zirka 90 Prozent), Buchen, Roteichen und Lärchen mindestens über die kommenden zehn Jahre eine Rendite zu erzielen (sowie mit einem eventuellen Verkauf frühestens Mitte 2031). Über ein Anteilssystem können sich nun Interessierte mit dem entsprechenden Kleingeld an dem Vorhaben beteiligen.

Die AZ sprach den Großkauf aus Bayern am Rande des Fleetmarker Ortschaftsrates an. Die Sache schien nicht unbekannt zu sein, der siebenstellige Kaufpreis entlockte dem einen oder anderen dann doch ein Raunen. Anfang Juli zumindest war der Kauf noch nicht abgeschlossen gewesen, weil bis dato noch nicht alle behördlichen Genehmigungen vorlagen.

Wer in ein solches grünes Investment einsteigen will, der tut das nicht ohne Risiko. Kenner von vergleichbaren Aktien- oder Fondsmärkten kennen das. Deshalb macht die eigens gegründete Econos Wald Fleetmark GmbH in ihren Unterlagen auch kein Geheimnis daraus. Geld, das in den Wald gesteckt wird, hat ein eher höheres als geringeres Risiko; wer nicht langfristig denkt und auf Kapitalschutz aus ist, sollte die Finger davon lassen.

Die neuen Hausherren wollen den Wald naturnah bewirtschaften, beschreiben sie in einer Information. Konkret soll das Durchmischen von Baumarten die Monokultur ablösen: „Am liebsten würden wir den Wald schon morgen in unser Zielbild des lokalen Urwaldes umwandeln, wir müssen aber ganz transparent sagen: Der Umbau braucht, wie alles im Wald, seine Zeit.“

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