Trotz Milliarden-Hilfe: Bonus für Banken-Chef

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Hoher Bonus: Die HSH Nordbank soll laut eines Medienberichts ihrem Vorstandschef bis zu 2 Millionen Euro Bonus zahlen.

Hamburg - Die HSH Nordbank brauchte eine Milliarden-Hilfe vom Staat, um zu überleben. Das hält die Bank aber nicht davon ab, ihrem neuen Vorstandschef einen „hohen Bonus“ auszuzahlen. 

Die angeschlagene staatliche HSH Nordbank zahlt trotz Milliardenhilfen des Staates einen hohen Bonus an ihren neuen Vorstandschef Jens Nonnenmacher. Aufsichtsratschef Hilmar Kopper erklärte am Freitag nach Angaben der Bank, dass man sich künftig an die mit der Staatshilfe verbundenen Grenzen für die Managerbezüge halten werde.

Im Falle Nonnenmachers habe sich der bisherige Präsidialausschuss des Aufsichtsrates aber entschlossen, eine bereits im Vorjahr vereinbarte Ausgleichszahlung zu leisten. Nach einem Bericht von “Focus-online“ geht es bei der Zahlung um zwei Millionen Euro.

Die Bank äußerte sich zur Summe nicht, erklärte aber, die Festgehälter der Vorstände seien auf 500.000 Euro im Jahr begrenzt, solange die Bank keine Dividende zahlen könne. Darüber hinaus würden sich “natürlich auch variable oder weitere Gehaltsbestandteile von Vorständen oder Leitenden Angestellten fortan im Rahmen der Garantieerklärung der Länder bewegen“, betonte Kopper.

Die Ausnahme für Nonnenmacher begründete er mit der von diesem in den vergangenen Monaten ausgeübten Mehrfachfunktion. Neben seiner Aufgabe als Vorstandsvorsitzender hatte der HSH-Nordbank-Chef das Risikomanagement der Bank, den Bereich Finanzen und die Verantwortung für das Tagesgeschäft übernommen.

ap

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