Regierung: Riestern weiterhin im Trend

Berlin - Trotz alarmierender Umfrageergebnisse sieht die Bundesregierung keine Krise der privaten Altersvorsorge. Zahlen der Postbank sprechen dagegen eine andere Sprache.

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Jeder fünfte kappt private Altersvorsorge

“Die Riester-Rente erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit“, erklärte das Sozialministerium am Donnerstag in Berlin. “Bis Ende Juni hatten insgesamt rund 13,9 Millionen Menschen einen Riester-Vertrag abgeschlossen - rund 600.000 davon im ersten Halbjahr 2010.“Umfrageergebnisse, wonach das Vertrauen in die private Altersvorsorge insgesamt und auch in die Riester-Rente schwinde, seien deshalb nicht nachvollziehbar, erklärte das Ministerium weiter. “Gerade die Zahl der junger Riester-Sparerinnen und Sparer wächst stetig.“ Sorgen um die Sicherheit der Riester-Rente seien unbegründet. Strenge Kriterien stellten sicher, dass das angesparte Kapital einschließlich Zulagen zu Beginn im Alter zur Verfügung stehe. “Nominale Verluste sind ausgeschlossen“, betonte das Ministerium.

Umfrage: Jeder Fünfte kürzt an Vorsorge

Hintergrund ist eine Umfrage im Auftrag der Postbank. Demnach hat jeder fünfte Berufstätige wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise Vorsorgeverträge gekürzt oder gekündigt. 28 Prozent der Befragten sagten, sie seien gegenüber der privaten Altersvorsorge skeptischer geworden, 23 Prozent haben Zweifel an der Sicherheit. Laut Umfrage hat auch die staatliche Riester-Förderung an Bedeutung und Ansehen verloren.

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