Wütender Mann schubst lebensmüden von Brücke

Peking - Ein lebensmüder Mann stand bereits stundelang auf einer Brücke, weil er sich nicht entscheiden konnte, ob er nun springen will, oder nicht. Ein wütender Passant schubste ihn kurzerhand.

Weil er von der Unentschlossenheit eines Lebensmüden genervt war, hat ein Chinese einen Selbstmordkandidaten kurzerhand von einer Brücke in die Tiefe gestoßen. Nach Angaben chinesischer Medien hatte der Mann mit Suizidabsicht zuvor stundenlang auf der Brücke in der südchinesischen Stadt Guangzhou gestanden und einen Verkehrsstau ausgelöst.

Der Mann namens Chen fiel acht Meter tief und landete in einem großen Sprungkissen, das der Rettungsdienst am Erdboden bereits aufgebaut hatte. Der Lebensmüde kam mit Rücken- und Armverletzungen ins Krankenhaus. Der von der Polizei festgenommene Lian Jiansheng sagte, er habe den Mann hinabgestoßen, weil jeder Selbstmörder egoistisch sei. Außerdem habe Chen gegen das öffentliche Interesse verstoßen. Chen wollte sich nach Medienberichten wegen Schulden in Höhe von zwei Millionen Yuan (210.000 Euro) das Leben nehmen.

Der Verkehr an der Brücke war stundenlang gesperrt und das Gebiet von der Polizei abgeriegelt worden. Der 66-jährige Lian hatte zuvor angeboten, mit dem Lebensmüden zu reden, wurde von der Polizei aber zurückgewiesen. Wie es hieß, brach er daraufhin durch die Absperrung, ging zu Chen, schüttelte ihm die Hand - und gab ihm einen Schubs. Laut Medienberichten war dies der zwölfte Suizidversuch auf der Brücke seit Anfang April.

dpa

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