Deutscher in Frankreich wieder freigelassen

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Der deutsche Rentner, der das Verschwinden seiner Frau in Frankreich vorgetäuscht hat, ist unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen worden.

Paris - Der deutsche Rentner, der seine Frau vermisst gemeldet hat, obwohl sie Selbstmord beging, ist unter Auflagen wieder auf freiem Fuß.

Der Deutsche aus Kaarst, der in Frankreich einen blutigen Überfall auf sich und seine verschwundene Ehefrau vorgetäuscht hat, ist nach einem Bericht der Nachrichten-Website lexpress.fr auf freiem Fuß. Der 65-jährige Rentner aus Nordrhein- Westfalen hatte sich selbst ein Messer in die Brust gestoßen, um den Überfall glaubhaft erscheinen zu lassen.

Er hatte später erklärt, er habe die Bluttat erfunden, um den Selbstmord seiner Frau in Deutschland vor seinen Kindern zu verheimlichen. Die Staatsanwaltschaft von Nîmes eröffnete am Montagabend ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschung einer Straftat gegen den Deutschen. Der Mann stehe unter Meldeauflagen und müsse eine Kaution von 10.000 Euro hinterlegen. Er müsse dem Untersuchungsrichter in Frankreich zur Verfügung stehen, könne sich aber sonst “frei bewegen und daher nach Deutschland heimkehren“, berichtet lexpress.fr unter Berufung auf den Staatsanwalt.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Totschlagsverdachts. Die Leiche seiner schwerbehinderten Frau wird noch gesucht. Um den Rentner selbst kümmert sich sein aus Deutschland angereister Sohn. Dem Rentner drohen in Frankreich ein halbes Jahr Haft und ein Bußgeld wegen Vortäuschung einer Straftat. Er hatte am Donnerstag bei Tarascon das Verschwinden seiner Frau angezeigt; die Frau ist bereits seit dem 4. Mai nicht mehr aufgetaucht.

dpa

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