Ausgesetzte Frau erliegt Krebsleiden

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Die Frau ist ihrem Krebsleiden erlegen.

Münsterlingen - Eine vor rund drei Wochen vor einem Schweizer Krankenhaus ausgesetzte Frau aus Mazedonien ist ihrem Krebsleiden erlegen.

Die Frau ist bereits am Montag gestorben, wie Untersuchungsrichter Patrick Müller am Dienstag in Kreuzlingen berichtete.

Die Frau war am 22. April auf dem Parkplatz des Kantonsspitals gefunden worden. Sie hatte keine Papiere bei sich und war in eine Decke gehüllt.

Der Fall hatte Aufsehen erregt, weil die vom Krebs gezeichnete Frau nicht sprechen konnte und es lange dauerte, bis ihre Identität feststand. Wie sich herausstellte, lebte die 43-Jährige bereits seit Jahren illegal bei ihrem 59-jährigen Freund in Kreuzlingen, der Schweizer Nachbarstadt von Konstanz. Ihren Lebensunterhalt hatte sie mit Putzarbeiten bestritten.

Als ein Arzt im Herbst 2008 eine Krebserkrankung diagnostizierte, reiste sie vorübergehend zurück nach Mazedonien. Später kehrte sie zu ihrem Freund zurück, der sie pflegte. Als dieser sich nicht mehr zu helfen wusste, setzte er die nicht krankenversicherte Frau auf dem Spitalparkplatz aus - in der Hoffnung, sie werde behandelt.

Die Kosten für die Behandlung teilen sich nun die Stadt Kreuzlingen und der Kanton Thurgau.

dpa/AP

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