Waldbrand auf kanarischer Insel: 4.000 Anwohner flüchten

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Eine Rauchsäule stieg rund 1.000 Meter hoch in den Himmel von La Palma.

La Palma - Im Süden der kanarischen Insel La Palma wütet ein von starken Winden angepeitschter Waldbrand.

Die Brandursache war zunächst unklar. Mehrere heiße Tage hatten auf der sonst sehr grünen Insel jedoch zu großer Trockenheit geführt.

4.000 Anwohner mussten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen, wie die Behörden am Samstag mitteilten. 52 Menschen mussten von Rettungskräften per Schiff evakuiert werden. Mehrere Häuser sind bereits ein Raub der Flammen geworden, und wichtige Naturlebensräume sind von dem Brand im Südosten des “schlafenden“ Vulkans San Antonio bedroht, wie Narciso Lorenzo von der Umweltbehörde sagte.

Zahlreiche Feuerwehrleute und mehrere Rettungsflugzeuge versuchten, die Flammenherde rund um den Ort Fuencaliente einzudämmen. Die Regierung sandte von der nahen Insel Teneriffa ein Team des Katastrophenschutzes, zudem sollte eine Einheit der Streitkräfte aus der Nähe von Sevilla nach La Palma verlegt werden, wie das Innenministerium erklärte.

Ein kleinerer Waldbrand auf der Nachbarinsel La Gomera, rund 30 Kilometer südlich von La Palma, konnte am Samstag unter Kontrolle gebracht werden. Auf dem spanischen Festland kämpften Feuerwehren gegen vier Waldbrände, von Candamo in der nördlichen Region Asturien bis zu einem in Cortegana im südwestlichen Huelva.

Diesen Sommer sind in Spanien bei Wald- und Buschbränden bereits sieben Menschen ums Leben gekommen. Rund 75.000 Hektar Land wurden ein Raub der Flammen - mehr als die doppelte Fläche Münchens.

ap

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