Viele Tote bei Bootsunglück in Peru

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Das Boot "Camila" ist mit auf dem Amazonas gesunken.

Lima - Beim dem Untergang eines mit etwa 280 Menschen überladenen Bootes auf dem Amazonas in Peru sind nach neuen Angaben mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen.

Suchmannschaften und Taucher hätten bis Donnerstag (Ortszeit) zwölf Tote geborgen, berichtete der Radiosender RPP. Weitere 50 Passagiere würden seit dem Unglück am Mittwoch vermisst. Zunächst hatte es geheißen, es seien nur zwei Menschen ums Leben gekommen. An Bord waren auch zwei Deutsche, die aber wohlauf sind.

Passagiere im Schlaf überrascht

Das nach offiziellen Angaben nur für 146 Passagiere zugelassene Boot “Camila“ war kurz nach Mitternacht (Ortszeit) auf der Höhe des Ortes Santa Rosa nahe der Grenze zu Kolumbien gesunken. Die meisten Passagiere wurden im Schlaf überrascht. Medien berichteten von einem Loch im Heck. Als Unglücksursache galt die Überladung des Schiffes. Der Betreiber der “Camila“ floh, nachdem Angehörige versucht hatten, ihn umzubringen.

Flussboote sind in Perus Urwaldgebieten das einzige billige Transportmittel. Straßen gibt es kaum. Die Schiffe sind oft nachts unterwegs, damit Schmuggelware wie zum Beispiel Benzin nicht so leicht entdeckt wird.

dpa

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