22 Tote bei Kämpfen im Gazastreifen

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Der Kleriker Abdel Latif Mussa.

Rafah - Bei einem Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften der Hamas und muslimischen Fundamentalisten im Gazastreifen sind 22 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 150 verletzt worden.

Während der Kämpfe in Rafah sei auch der Führer einer radikalen islamischen Gruppe getötet worden, teilte ein Hamas-Sprecher am Samstag mit. Demnach kam Abdel Latif Mussa am Samstagmorgen bei einer Explosion ums Leben.

Mussa war den Angaben zufolge Kopf der Dschund Ansar Allah, die für eine strikte Anwendung des islamischen Rechts im Gazastreifen eintritt. Die Hamas-Sicherheitskräfte stürmten Augenzeugen zufolge am Freitag eine Moschee in Rafah , in der sich etwa 100 Mitglieder der Gruppe aufhielten. Mussa hatte beim Freitagsgebet ein islamisches Emirat ausgerufen und die Hamas damit brüskiert. Einige der Fundamentalisten in der Moschee trugen nach Berichten von Augenzeugen Sprengstoffwesten, andere hatten Schusswaffen bei sich. Als die Hamas-Kräfte die Moschee stürmten, war Mussa bereits geflohen. Sein Haus wurde später umstellt, und es kam zu einem weiteren Feuergefecht.

Ein Sprecher des Innenministeriums teilte mit, Mussa sei am Samstagmorgen bei einer Explosion ums Leben gekommen, deren Ursache noch unklar sei. Möglicherweise habe er einen Sprengstoffgürtel getragen. 

ap

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