Todesurteile nach Anschlägen in Mumbai

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Bei dem Doppelanschlag auf das Denkmal “ Gateway of India“, das als Wahrzeichen Mumbais gilt, und auf einen Basar waren im August 2003 insgesamt 54 Menschen getötet worden.

Mumbai - Sechs Jahre nach zwei blutigen Bombenanschlägen in der indischen Finanzmetropole Mumbai (Bombay) hat ein Gericht drei Tatbeteiligte zum Tode verurteilt.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die beiden Männer und eine Frau waren bereits Ende Juli wegen Mordes in mehr als 50 Fällen sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen worden. Im Auftrag der pakistanischen Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba sollen sie die Tat geplant und ausgeführt haben. Die Verteidigung kündigte Berufung an.

Bei dem Doppelanschlag auf das Denkmal “Gateway of India“, das als Wahrzeichen Mumbais gilt, und auf einen Basar waren im August 2003 insgesamt 54 Menschen getötet worden. Er war der erste von drei, die Mumbai in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Zuletzt waren mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen, als Ende 2008 Angreifer Luxushotels und andere Gebäude attackierten. Dem einzigen überlebende Beteiligten dieser Anschläge wird derzeit im Mumbai der Prozess gemacht. Auch er soll im Auftrag von Lashkar-e-Taiba agiert haben.

dpa

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