20-Jähriger verliert Milz

Drei Männer bei Stierhatz in Pamplona aufgespießt

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Ein Mann wird von einem Stier attackiert

Pamplona - Beim traditionellen Stierrennen im spanischen Pamplona sind am Freitag drei Menschen von wilden Bullen aufgespießt worden. Es sind die ersten schwer Verletzten bei dem Großereignis - in diesem Jahr.

Betroffen waren ein 20-jähriger Tourist aus den USA und zwei Spanier, wie die Regierung von Navarra mitteilte. Ein weiterer Tourist aus den USA und zwei weitere Spanier seien zudem mit leichteren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden, hieß es.

Der Krankenhausleiter von Navarra, Javier Sesma, sagte, dem einen US-Amerikaner sei die Milz entfernt worden, weil das Horn des Bullen sie durchstochen habe. Der junge Mann befinde sich jedoch in stabilem Zustand. Einer der Spanier sei gleich dreimal von einem Stier aufgespießt worden, an der Leiste, am Knie und am Oberschenkel. „Die Verletzungen sind nicht so ernst, wie es die Fernsehbilder vermuten lassen“, sagte Sesma.

Stierhatz in Pamplona: Drei Männer aufgespießt

Stierhatz in Pamplona: Drei Männer aufgespießt

Das Rennen am Freitagmorgen dauerte mit rund fünf Minuten fast doppelt so lang wie gewöhnlich. Beim Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín in Pamplona gibt es jedes Jahr Dutzende Verletzte. In acht Läufen rennen neben den Einheimischen auch zahlreiche wagemutige Touristen die gut 800 Meter durch die Gassen der Innenstadt bis hin zur Stierkampfarena - verfolgt von sechs Stieren, die bis zu 625 Kilogramm wiegen können. Seit Beginn der Aufzeichnung der Opferzahlen 1924 kamen bei den Rennen 15 Menschen ums Leben. Die Rennen werden live im spanischen Fernsehen übertragen.

AP

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