Sauerland-Terrorist als Räuber vorbestraft

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Der islamistische Sauerland-Terrorist Daniel Schneider ist als Straßenräuber vorbestraft.

Düsseldorf - Einer der islamistischen Sauerland-Terroristen ist als Straßenräuber vorbestraft. Daniel Schneider hat für die 2003 mit anderen begangene Tat eine Jugendstrafe von einigen Arbeitsstunden bekommen.

Das sagte sein Verteidiger am Dienstag im Prozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Schneider wehrt sich gegen den Vorwurf des versuchten Polizistenmordes bei seiner Festnahme im sauerländischen Oberschledorn. Er sei von der Situation völlig überrumpelt worden, sagte Schneider.

Bilder vom Sauerland-Prozess

Die Bilder vom Terrorprozess gegen die Sauerlandgruppe

Er soll einem Polizisten dessen Dienstwaffe aus dem Holster gerissen und versucht haben, ihn zu erschießen. Tatsächlich fiel ein Schuss, die Kugel traf aber niemanden. Schneider bestreitet, überhaupt geschossen zu haben. Der Schuss habe sich beim Kampf um die Waffe gelöst. Zu keinem Zeitpunkt habe er die Absicht gehabt, auf den Polizisten zu schießen. Er sei jemand, der sich relativ gut unter Kontrolle habe. “Der Islam hat mich geduldiger und ausgeglichener gemacht“, sagte der 24-Jährige.

Als die Spezialeinheit GSG 9 im September 2007 das von den Angeklagten angemietete Ferienhaus stürmte, war Schneider aus einem Badezimmerfenster gesprungen und einige Meter weit gerannt, bevor es zu dem Handgemenge mit dem Polizisten kam. Der Sauerland-Gruppe wird die Vorbereitung verheerender Bombenanschläge in Deutschland und die Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung vorgeworfen. Die vier Angeklagten haben die Vorwürfe bereits weitgehend gestanden.

dpa

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