Flüchtlings-Drama vor Mexiko

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Immer wieder fliehen Haitianer in unsicheren Booten vor der Armut in ihrem Land in die USA.

Mexiko-Stadt - In einem vermutlich schiffbrüchigen Boot machten sich bis zu 200 Flüchtlinge von Haiti aus auf den Weg in die USA. Sie fliehen vor der Armut in ihrem Heimatland.

Ein Boot mit zahlreichen haitianischen Flüchtlingen ist am Montag im Norden von Haiti vor den Turks- und Caicosinseln gekentert. Wie lokale Zeitungen am Abend unter Berufung auf Behörden der zu Großbritannien gehörenden Inseln im Atlantik berichteten, war der Küstenschutz der USA mit einem Hubschrauber und Booten im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen.

70 Haitianern hätten sich auf ein Riff geflüchtet. Von ihnen seien bis zum Abend 40 gerettet worden, hieß es. Nach unterschiedlichen Angaben waren bis zu 200 Haitianern auf dem Boot gewesen, als es am Nachmittag gekentert sei. Nach Angaben der Zeitung “Turks and Caicos Sun“ stammte das Boot aus der Hafenstadt Cap Haitienne.

Von den übrigen bis zu rund 130 Passagieren waren zunächst nur vier Körper tot gefunden worden. Zu hunderten wagen die Haitianer die lebensgefährliche Bootsfahrt, um der Armut im ärmsten Land Amerika zu entgehen. Sie brechen von Nordhaiti in brüchigen Booten auf, um über die Turks- und Caicosinseln und die Bahamas die USA zu erreichen.

Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unglücken mit vielen Toten. So kamen im Mai 2007 über 50 Haitianer ums Leben, als ihr Boot vor den Turks- und Caicosinseln gekentert war. Im Mai dieses Jahres starben bei einem Unfall vor der Küste Floridas neun haitianische Flüchtlinge.

dpa

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