"Dingo"-Panzerung hielt bei Attentat stand

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Ein Bundeswehrsoldat im Feldlager Kundus auf dem Militärfahrzeug vom Typ Dingo (Archivbild).

Potsdam - Die Bundeswehr in Afghanistan kann aufatmen: Entgegen ersten Berichten wurde bei dem jüngsten Selbstmordanschlag die Panzerung des geschützten Fahrzeugs vom Typ “Dingo“ nicht durchschlagen.

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Diese Meldungen hätten sich nicht bestätigt, teilte das Einsatzführungskommando am Montag in Potsdam mit. Zunächst hatte es geheißen, die Explosion der Sprengstoffweste des Selbstmordattentäters sei so stark gewesen, dass die Eisenkugeln Türen und Scheiben des “Dingo“ durchdrungen hätten. In Afghanistan bildet der “Dingo“ das Rückgrat der Flotte mit mehr als 1.000 geschützten Fahrzeugen der Bundeswehr. “Unter den Eindrücken der Gefechtssituation am Donnerstag konnte auf den ersten Blick der Eindruck entstehen, dass die Stahlkugeln des Sprengsatzes die Panzerung an Türen und Fenstern durchschlagen hätten“, heiß es.

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Eine weitere Schadenaufnahme an den getroffenen Allschutztransportfahrzeugen am Wochenende durch das Einsatzkontingent habe indes ergeben, dass die Panzerung der “Dingos“ nicht durchschlagen worden sei. Bei dem Attentat war ein 26-jähriger Sanitäts-Oberfeldwebel aus dem Fallschirmjägerbataillon 313 aus Seedorf in Niedersachsen gefallen. Weitere 14 Soldaten wurden verletzt.

dapd

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