Clotilde Reiss auf dem Weg nach Frankreich

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Die Französin Clotilde Reiss darf den Iran verlassen.

Paris/Teheran - Die wegen Spionage in Teheran angeklagte Französin Clotilde Reiss befindet sich auf dem Heimweg. Sie durfte monatelang den Iran nicht verlassen.

Eine vor gut zehn Monaten in Teheran verhaftete Französin ist wieder auf freiem Fuß und hat den Iran verlassen. Die 25-jährige Clotilde Reiss bestieg am Sonntag in Dubai ein Flugzeug nach Frankreich, wie der Elysée-Palast in Paris mitteilte. Ein iranisches Gericht hatte zuvor eine zehnjährige Haftstrafe wegen Unruhestiftung und Spionage zu einer Geldstrafe in Höhe von drei Milliarden Rial (245.000 Euro) umgewandelt und damit den Weg für die Ausreise der jungen Frau frei gemacht.

Ihr Anwalt sagte, die Strafe sei am Samstag bezahlt worden. Reiss war im Juli vergangenen Jahres im Zusammenhang mit den Unruhen nach der umstrittenen Präsidentenwahl festgenommen worden. Sie hatte als Lektorin an der Universität Isfahan gearbeitet. Nach eineinhalb Monaten kam sie gegen Kaution aus dem Gefängnis frei, musste sich aber bis zum Ende ihres Prozesses in der französischen Botschaft aufhalten.

DAPD

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