BP: Ölquelle bald versiegeln

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Das außer Kontrolle geratene Bohrloch im Golf von Mexiko am 7. Juli 2010.

Gulf Shores/USA - BP-Manager Bob Dudley hat Hoffnungen auf ein Versiegeln der seit April im Golf von Mexiko sprudelnden Ölquelle noch in diesem Monat geweckt.

Zugleich schränkte er ein, dass ein solches Szenario nicht unbedingt wahrscheinlich sei. “In einer perfekten Welt ohne Störungen ist es möglich, zwischen dem 20. und 27. Juli zum Schließen der Quelle bereit zu sein“, zitierte ihn “The Wall Street Journal“. Er verwies aber darauf, dass der “perfekte Fall“ von der andauernden Hurrikan-Saison bedroht werde.

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

Im Golf von Mexiko wurden die Säuberungsaktionen entlang der Küste unterdessen erneut von rauer See beeinträchtigt. Das schlechte Wetter wurde von Hurrikan “Alex“ ausgelöst und hält seit mehr als einer Woche an. Für das Wochenende sagten Meteorologen eine Wetterbesserung voraus. Dann könnte möglicherweise ein drittes Schiff zum Absaugen des Öls zum Einsatz kommen.

Seit der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ am 20. April sind 330 bis 640 Millionen Liter Öl ins Meer geströmt. Der BP-Konzern plant nun ein weitergehendes Säuberungsprogramm, das nach dem Schließen des Unterwasserlecks auch dem unter der Strandoberfläche verborgenen Öl zu Leibe rücken soll. Dazu soll Sand gewaschen oder verbrannt werden. Dieser Plan ist unter Experten umstritten. Einige Marinebiologen sehen darin nur einen Nutzen für den Tourismus, andere halten eine Tiefenreinigung für wichtig, da der Sand Lebensraum von Tieren wie Sandflöhen ist, die am Anfang der Nahrungskette stehen. Bislang wird der Strand nur an der Oberfläche gereinigt.

dapd

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