Antibiotika auch in Weinen aus Südafrika entdeckt

Koblenz - Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt hat in drei Weinen den verbotenen Stoff Natamycin nachgewiesen. Zwei Produkte wurden aus dem Handel genommen.

Auch in drei Weinen aus Südafrika haben Tester den verbotenen Stoff Natamycin nachgewiesen. Wie das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz am Mittwoch mitteilte, erhöht sich damit die Zahl der seit Anfang November beanstandeten Weine auf 16. Bisher hatten die Kontrolleure das Natamycin allerdings nur in 13 Proben argentinischer Weine entdeckt. Insgesamt hat das LUA 314 Weine analysiert - darunter 84 aus Argentinien und 69 aus Südafrika.

Die Proben aus dem Gebiet der Europäischen Union und aus Deutschland enthielten kein Natamycin. Von den aktuell beanstandeten Weinen aus Südafrika wurden zwei aus dem Handel zurückgerufen, einer war noch nicht in die Verkaufsregale gelangt. Eine Gesundheitsgefahr geht von Natamycin zwar nicht aus, in Europa sind die Behandlung von Wein mit diesem Stoff und die Einfuhr solcher Weine jedoch verboten. Nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung sollten Antibiotika der Medizin vorbehalten sein, damit sie nicht an Wirkung verlieren.

Natamycin wirkt gegen Pilze und Hefen und ist in der Lebensmittelherstellung als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und Würste zugelassen.

dpa

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