Wintereinbruch: Zugvögel leiden unter Wetterumschwung / Tiere im Nordkreis gesichtet

Zitterpartie für Kraniche

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Auf der Suche nach rettenden Rationen: Kraniche durchstöbern ein abgeernetes Maisfeld in der Nähe von Brockhimbergen. Der Wintereinbruch hat die Tiere überrascht.

Himbergen/Landkreis. „Wenn der Wintereinbruch noch länger anhält, wird es ernst“, sagt Waldemar Golnik und seine Stirn legt sich in Sorgenfalten.

Denn das Vorstandsmitglied der Nabu-Kreisgruppe hat eine beunruhigende Beobachtung gemacht: Zugvögel hat das milde Wetter der vergangenen Wochen zur Rast im Landkreis Uelzen verlockt – der derzeitige Wintereinbruck mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt setzt den Tieren nun zu. Etwa 300 Kraniche zählte der Experte alleine auf einem abgeernteten Feld in der Nähe von Brockhimbergen. „Die Tiere suchen auf den Brachäckern Fressen. Darum ist es auch so wichtig, dass bis Frühjahr einige der Brachäcker stehen bleiben“, erklärt Golnik.

Wer nun glaubt, die Zugvögel hätten sich im Datum geirrt und seien darum quasi selber Schuld an ihrer Misere, der irrt. „In einigen Jahren sind sie sogar schon im Februar gekommen“, erläutert Golnik. „Durch den Klimawandel hat sich auch bei den Zeiten der Zugvögel einiges geändert.“ Derartig knackige Temperaturen samt Schnee, wie sie derzeit die Lüneburger Heide heimsuchen, seien aber sehr ungewöhnlich für Mitte März.

Mehr dazu lesen sie am Dienstag in der AZ.

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