Wrackteilen auf der Spur

Forscher suchen bei Wieren nach vermissten US-Piloten aus dem 2. Weltkrieg

Nettelkamp/Wieren. Die Ereignisse liegen mehr als 71 Jahre zurück, doch sie sind im Bewusstsein vieler Menschen noch immer lebendig: Am 8. April 1944 flog die US-Luftwaffe einen Bombenangriff auf Braunschweig.

Historikerin Nicole Rhoton forscht mit dem US-Team nach Wrackteilen bei Wieren.

Etwa 30 Flugzeuge wurden dabei von der deutschen Wehrmacht abgeschossen, auch über dem Kreis Uelzen. Ein Team der amerikanischen Regierungsorganisation DPAA ist zurzeit zwischen Nettelkamp und Wieren unterwegs, um Wrackteile dieser Maschinen aufzuspüren und Hinweise auf die verschollenen Piloten zu sammeln. Mit Metalldetektoren untersuchen die Forscher unter anderem das Waldgebiet Wierener Berge. Außerdem befragen sie die örtliche Bevölkerung zu den damaligen Ereignissen. Dabei ist das DPAA-Team tatsächlich fündig geworden. „Wir haben Wrackteile des Flugzeugtyps gefunden, nach dem wir suchen – Metallteile und Plexiglasstücke“, erklärt DPAA-Historikerin Nicole Rhoton im AZ-Gespräch. Die genaue Fundstelle will sie aus Respekt vor den Angehörigen der bis heute vermissten Piloten aber nicht verraten.

Wenn die Absturzstellen im Raum Nettelkamp/Wieren lokalisiert sind, wird ein zweites DPAA-Team anreisen, um dort nach menschlichen Überresten zu suchen. Noch ist aber unklar, wann die Ausgrabungen starten werden. Das Ziel ist, die Piloten anhand von Knochen zu identifizieren und die Überreste in die USA zu überführen. „Den Angehörigen ist das sehr wichtig“, sagt Rhoton. Sie bittet alle Bürger, die Informationen zu möglichen Fundstellen geben können, um Mithilfe.

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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