80 Bürger aus Lehmke demonstrieren für Radwegebau entlang der K 51/ Weitere Aktion geplant

„Wir lassen nicht locker“

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Rund 80 Bürger aus Lehmke machten am Sonnabend mobil: Mit Transparenten und lautem Klingelgetöse demonstrierten sie für den Bau eines Radweges entlang der Kreisstraße 51 zwischen Lehmke und Groß Liedern – und es ist eine weitere Aktion geplant.

Lehmke. Sie kamen mit Transparenten und lautem Klingelgetöse, zu Fuß oder mit Rädern: Rund 80 Bürger aus Lehmke demonstrierten am Sonnabend für den Bau des Radweges entlang der Kreisstraße 51 zwischen Lehmke und Groß Liedern.

Schnurgerade ist diese Strecke – für manchen Autofahrer eine Einladung, mit überhöhtem Tempo über den Asphalt zu rasen, weiß Meike Nitzsche. Ein Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrern werde kaum eingehalten. Die Sogwirkungen der vorbeirasenden Autos und Lastkraftwagen könnten ungeübte Radler aus dem Sattel heben. Meike Nitzsche hat diese Situationen selbst oft genug erlebt und weicht darum auf andere, zumeist weitere Strecken nach Uelzen aus.

Wrestedts Bürgermeister Hermann Wegner zeigte sich von der demonstrierenden Menge an der K 51 angetan – und sah darin ein deutliches Zeichen in Richtung Uelzen. „Wir brauchen aber trotzdem den Willen und das Wollen der Stadt, denn ohne dortige Zustimmung kann es keinen Zuschuss vom Land geben.“

Als ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Wrestedt warf Heinz-Hermann Schulze einen Blick in die Vergangenheit. In den Ratsgremien in Wrestedt und Uelzen hatte es den Beschluss für den Bau eines Radweges zwischen Lehmke und Groß Liedern gegeben.

Eine Förderung vom Land Niedersachsen sei in Aussicht gestellt worden, so Schulze. Der Weg hätte gebaut werden können, wenn nicht der Verwaltungsausschuss der Stadt Uelzen auf der letzten „Wegstrecke“ mit einer knappen Mehrheit dagegen gestimmt hätte (AZ berichtete). „Wir wollen nicht aufgeben“, gab sich Schulze am Sonnabend kämpferisch und hielt eine Alternative bereit, deren Idee vom Ostedter Radpendler Frank Nierath stammt: Diese sieht eine Anbindung an einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Groß Liedern vor. „Die Uelzener müssten dann nur noch über 600 Meter Radweg und rund 45 000 Euro entscheiden“, rechnete Schulze vor. Mit ihrer Forderung stehen die Lehmker nicht allein da. Auch in Groß Liedern regt sich Protest. Mit einer gemeinsamen Aktion wollen beide Dörfer Ende Mai auf die Situation entlang der K 51 aufmerksam machen. Heinz-Hermann Schulze: „Wir lassen nicht locker.“

Von Ulrich Bleuel

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