WPD AG baut Windrad / Verzögerung durch Kranbrand auf der Autobahn 39

Der Turmbau zu Lehmke

Ein Windrad steht bereits, ein weiteres ist im Bau. Die Fertigstellung wird sich jedoch verzögern, weil ein mobiler Kran für die Baustelle am vergangenen Mittwoch auf dem Weg nach Lehmke auf der Autobahn 39 in Brand geriet. Foto: Wendlandt

Lehmke. Ein Windrad steht bereits in der Gemarkung von Lehmke, ein weiteres ist gerade im Aufbau. Die beiden Windkraftanlagen gehören, wenn die zweite denn fertig ist, zum Windpark Hanstedt II, Mehre und Lehmke.

„Maximal drei Anlagen sind in der Gemarkung Lehmke möglich“, sagt Alexander Kahlert, zuständig für die Bauverwaltung in der Samtgemeinde Aue. Heißt: Ein weiteres Windrad könnte dort noch errichtet werden. Die weiteren Windkraftanlagen des Windparks gehören zum Stadtgebiet. Der Bau und die Inbetriebnahme der ersten Windkraftanlage sind im März 2008 seitens der Firma GETproject erfolgt. Es handelt sich hier um ein Windrad mit einer Einzelleistung von 1,5 Megawatt. Die zweite Anlage wird von der WPD AG gebaut.

Erst in der Nacht zu Montag quälte sich ein Schwertransporter nach Lehmke. Geladen hatte er Stahlrohre für die Anlage. Eckhard Darge von der WPD AG hat selbst mal in dem kleinen Ort gewohnt. Sein Vater war dort Pastor. Inzwischen ist Darge in Kassel bei der WPG AG tätig und beäugt den Bau des Windrades in seiner alten Heimat. „Da kamen mir noch einige Namen bekannt vor“, freut sich Darge.

Bei dem Vorhaben der WPG AG handelt es sich um eine Enercon E-101 mit 99,50 Meter Nabenhöhe und einer Nennleistung von drei Megawatt. Die Anlage erzeugt künftig Strom für 1465 Haushalte. „Die Bauarbeiten wurden im November begonnen“, berichtet WPD-Pressesprecher Christian Schnibbe. Stellflächen, Gründung und Fundament sind bereits fertig – der Turmbau dauert gerade an – einige Teile sind in der Nacht zu Montag nach Lehmke transportiert worden. „Ursprünglich sollte die Montage der Gondel und des Rotors letzte Woche beginnen und die Anlage dann Mitte August in Betrieb gehen“, sagt Schnibbe. Dies sei allerdings zunächst einmal abhängig von der aktuellen Kran-Fragestellung. Ein Kran nämlich ist auf dem Weg nach Lehmke abgebrannt – auf der A 39. Der achtachsige und 100 Tonnen schwere Mobilkran hat am vergangenen Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Maschen und Winsen-West den Einsatz von vier Feuerwehren erfordert und zu einer Sperrung der Autobahn geführt.

Der Fahrer des Schwertransports konnte sich noch rechtzeitig aus seinem Fahrzeug retten. Er gab an, während der Fahrt Probleme mit seinem Fahrzeug bemerkt zu haben, daraufhin hatte er auf dem Standstreifen angehalten, wo das Fahrzeug dann in Flammen ausbrach.

Von Jörn Nolting

Kommentare