Feiern, Sport, Sitzungen: Neues Gemeinschaftshaus in Soltendieck kommt bei den Bürgern glänzend an

Nur die Toiletten verwirren noch

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Bürgermeister Jürgen Wöhling ist stolz auf das neugestaltete Dorfgemeinschaftshaus in Soltendieck. Einen Blickfang bietet das Foyer. Dort sind die historischen Fahnen des örtlichen Kriegervereins und der Männergesangvereins hinter Glas zu sehen.

Soltendieck. Der erste Eindruck vom neuen Dorfgemeinschaftshaus in Soltendieck geht durch die Nase: Alles riecht noch so neu – der Fußboden, die Wände, die Möbel.

„Inzwischen riecht es aber auch schon nach Pommes“, sagt Bürgermeister Jürgen Wöhling und grinst, während er durch die Catering-Küche geht. In dem für 1,34 Millionen Euro umgebauten Gebäude haben nämlich schon mehrere Feiern stattgefunden, bei denen Essen serviert wurde.

Sieben Wochen nach seiner Neueröffnung wird das Dorfgemeinschaftshaus von den Bürgern gut angenommen. „Ich habe noch nichts Negatives darüber gehört. Alle sind voll des Lobes“, freut sich Wöhling. Nur einen Tag nach der Einweihung am 31. März veranstaltete eine Soltendiecker Firma in der 200 Plätze bietenden Sporthalle des Gebäudes ein Fest. Anfang Mai war der Saal abermals voll, als der Gemischte Chor Soltendieck mit vielen Gästen sein 60-jähriges Bestehen feierte.

Der TuS Soltendieck und der örtliche Schützenverein sind Stammgäste in dem modernen Bau, dessen Vorgänger 1967 errichtet worden war. Im Keller findet regelmäßig das Schießtraining statt, während ein Stock darüber Sport getrieben wird: vom Kinderturnen über Leichtathletik bis zur Seniorengymnastik. Der kleine Veranstaltungsraum rechts neben dem Foyer – er bietet bis zu 54 Sitzplätze – wird ebenfalls gut genutzt. Dort tagte bereits der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Soltendieck und die örtlichen Gymnastikdamen trafen sich zu einer Feier mit der Frauengruppe des TuS Wieren.

Für die Soltendiecker Vereine ist die Nutzung des Gebäudes kostenlos, sie zahlen lediglich für den Strom- und Wasserverbrauch. Auch Privatpersonen – ganz gleich, ob sie aus der Gemeinde oder von außerhalb kommen – können das Haus für Veranstaltungen mieten. Dafür müssen sie aber eine Nutzungsgebühr entrichten. So feierten drei Bürger dort kürzlich gemeinsam ihre Geburtstage.

„Jetzt haben wir wieder ein Haus, das allen Anforderungen entspricht“, sagt Wöhling. „Es ist ein Haus für die Bürger. Darauf sind wir sehr stolz.“ Die umfangreiche Sanierung, die zu zwei Dritteln aus Fördermitteln von Bund und Land finanziert wurde, habe sich auf jeden Fall gelohnt. Davon können sich demnächst auch die Mitglieder des Uelzener Kreistages überzeugen, denn das Gremium wird Mitte Juni erstmals in dem Dorfgemeinschaftshaus tagen. Und der Veranstaltungsreigen geht weiter: Ende August wird dort Schützenfest gefeiert.

Eine Neuerung in dem Haus sorgt aber noch für Verwirrung: Aus baulichen Gründen wurde die Anordnung der Damen- und der Herrentoilette getauscht. „Da hat so mancher Herr noch aus alter Gewohnheit versehentlich die Tür des Damen-WCs geöffnet“, erzählt Wöhling schmunzelnd. „Aber alle nahmen es mit Humor.“

Von Bernd Schossadowski

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