SPD-Fraktion Wrestedt beklagt sich über Auftreten beim Volkstrauertag

Mangel an Bürgermeistern

Kai Städing

Wrestedt/Stadensen. Die Gedenkfeiern der Gemeinde Wrestedt zum Volkstrauertag nutzen die Vertreter der SPD-Fraktion der Gemeinde, um ihren Unmut kundzutun.

„Kommunalpolitik bedeutet nicht, möglichst viele Posten zu sammeln“, sagt der Fraktionsvorsitzende Kai Städing mit Blick auf die Veranstaltung in Stadensen. „Wo war der Bürgermeister? Und wo waren seine Vertreter?“, fragt Städing. Keiner der Bürgermeister nahm an der Feier in Stadensen teil. „Das ist ein Affront gegenüber allen Beteiligten der Gedenkfeier“, findet Kai Städing und hält den gewählten Bürgermeister und dessen Vertreter für „überfordert“.

Das sehen diese jedoch anders. „Ich bin seit dem 7. November im Urlaub“, sagt Wrestedts Bürgermeister Hans-Hermann Schulze (CDU). Deshalb hatte er im Vorfeld mit Silke Schrader (Grüne) und Dieter Schoop (CDU) abgeklärt, wer welche Veranstaltung besucht. Schon während der Ratssitzung hatte Schulze angedeutet, dass während seines Urlaubs 21 Termine anfallen, die seine Stellvertreter oder Ratsmitglieder übernehmen müssten. „Schon im letzten Jahr wurde darüber gesprochen, dass uns mit der neuen Gemeinde Wrestedt nur noch drei statt neun Bürgermeister und Vertreter zur Verfügung stehen“, erinnert Gemeindedirektor Harald Benecke und das führe natürlich zu einer Terminfülle, so dass auch Ratsvertreter einige Termine übernehmen müssen.

„In Nettelkamp und Stadensen war der Pastor Winnefeld vor Ort. Und wo der Pastor ist, da sind wir nicht hingegangen – das wurde schon in der Vergangenheit so gehandhabt“, erklärt Schulze. Auch in anderen Ortschaften erschien kein Vertreter der Rates. In Kahlstorf beispielsweise übernahm der Ortsbrandmeister die Ansprache. „Und in Ostedt hatte Andreas Rösler von der SPD die Ansprache übernommen“, sagt Dieter Schoop, zweiter stellvertretender Bürgermeister.

In Stederdorf wiederum Michael Schwarz. In Stadensen legten die Ratsherren Karsten Sauer (CDU) und Kai Städing den Kranz gemeinsam nieder und die Rede hielt der Pastor. „Solche Trauertage dürfen keinen Anlass zu politischen Diskussionen geben“, fordert Schoop und er wirbt dafür, gemeinsam an einem Strang für die neue Gemeinde Wrestedt zu ziehen.

Von Jörn Nolting

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