DB Netz AG verschiebt Radwegausbau zwischen Wieren und Overstedt

Lückenschluss im Frühjahr

Eigentlich sollte der Lückenschluss im Radweg an der Landesstraße 270 schon in diesem Jahr vollzogen werden, doch die DB Netz AG verschiebt die Arbeiten auf das Frühjahr des nächsten Jahres. Die Platten liegen bereit. Foto: Ph. Schulze

Wieren/Overstedt. Es war ein Unfall, der schlimmer hätte enden können: Am vergangenen Freitag wurde ein 15-jährger Rollerfahrer auf der Landesstraße 270 von einem Lkw erfasst, als er gezwungen war, den aufgrund des Bahnübergangs unterbrochenen Radweg zu wechseln.

Doch glücklicherweise wurde der Teenager nur leicht verletzt.

Wrestedts Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke spricht von einer „unendlichen Geschichte“. Schließlich steht der Bahnübergang zwischen Wieren und Overstedt nicht zum ersten Mal im Rampenlicht. Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen Radfahrer verletzt werden. Und wer die Strecke regelmäßig fährt, – ob mit dem Auto oder dem Fahrrad – der wird schon den einen oder anderen Beinahe-Unfall beobachtet oder erlebt haben.

Doch die Bahn hat versprochen zu reagieren. Eigentlich sollte jetzt im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden, doch aufgrund von bautechnischen Vorplanungen wird das Vorhaben nun auf das Frühjahr des nächsten Jahres verschoben. Ein weiterer Grund sind für die Vertreter der DB Netz AG die Witterungsverhältnisse im kommenden Winter, vor allem weil Straßen- und Kabeltiefbauarbeiten anstehen. „Derzeit wird die signaltechnische Ausführungsplanung erstellt“, schildert Natascha Sonnenberg, Anlageplanungen Regionalnetze, der Samtgemeinde den Sachstand. „Da muss mit aller Macht drauf gedrungen werden“, sagt auch der Samtgemeindebürgermeister. Dafür sorgt vor allem auch die Unfallkommission für den Landkreis Uelzen. Deren Geschäftsführer, Polizeihauptkommissar Andreas Dobslaw, schrieb nach dem jüngsten Vorfall dann auch gleich die DB Netz AG an. „Seit 2009 zeiht sich der Vorgang hin“, sagt Dobslaw, der die Dringlichkeit bei den Verantwortlichen immer wieder ins Gedächtnis ruft. „Schon während der jüngsten Gleisbettarbeiten wurden erste Vorbereitungen für den Radweg getroffen“, weiß der Polizeibeamte. Die Unfallkommission wird den Gefahrenpunkt auch weiterhin im Blick behalten.

Von Jörn Nolting

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