Bürger planen Umzug am Sonnabend – und schlagen alternative Strecke nach Groß Liedern vor

Lehmker demonstrieren für Radweg

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Die Lehmker Heinz-Hermann Schulze, Ernst-Georg Kroitzsch und Alexander Hess (von links) stehen an der Stelle, an der der Wirtschaftsweg in die Kreisstraße 51 einmündet. Von dort könnte der gewünschte Radweg eine Alternativroute nach Groß Liedern nehmen, schlagen sie vor.

Lehmke. Sie wollen mit Transparenten und Plakaten kommen, Erwachsene und Kinder, zu Fuß und mit Fahrrädern, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen.

Am Sonnabend, 14. März, werden zahlreiche Lehmker Bürger für den Bau eines Radwegs zwischen ihrem Ort und Groß Liedern demonstrieren. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Kreisstraße 51, am Ortsausgang von Lehmke nach Groß Liedern. Jeder, der diese Forderung unterstützen möchte, ist zu der Demo willkommen.

„Die Bürger aus Lehmke und den umliegenden Dörfern können nicht gefahrlos mit dem Rad nach Uelzen fahren“, kritisiert der Lehmker Heinz-Hermann Schulze, bis vor kurzem noch Bürgermeister der Gemeinde Wrestedt. Auf der schnurgeraden K 51 gebe es viel Verkehr, es werde oft sehr schnell gefahren, sagt er. Ein Radweg sei daher unerlässlich.

Auch Alexander Hess, Vorsitzender des SoVD Lehmke, hält den Bau für dringend notwendig. „Wenn Lastwagen oder Autos dort Kinder auf dem Fahrrad überholen, entsteht eine gefährliche Sogwirkung“, warnt er. Ernst-Georg Kroitzsch, zweiter Vorsitzender und Jugendbetreuer des TSV Lehmke, hat mit der Kreisstraße ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht. „Das ist eine Gefährdung hoch drei“, schildert er. Deshalb seien Ausflüge mit den Jugendlichen des Vereins nach Uelzen nur mit dem Auto und nicht per Drahtesel möglich.

Allerdings hat die Uelzener Stadtpolitik den Bau des Radwegs zwischen den beiden Orten mehrheitlich abgelehnt (AZ berichtete). Daher macht Schulze nun einen Kompromissvorschlag: Anstatt komplett entlang der K 51 errichtet zu werden, könnte der Radweg auf halber Strecke einen 2,6 Kilometer langen Schwenk über einen bestehenden asphaltierten Wirtschaftsweg nach Groß Liedern nehmen. Dadurch würde sich die Länge des Abschnitts, der auf Uelzen entfiele, von 1,8 Kilometern auf 600 Meter verringern, rechnet er vor. Entsprechend niedriger wären die Kosten.

„Wir wünschen uns, dass Uelzen dieses Teilstück finanziert. Den Rest würde die Gemeinde Wrestedt zahlen“, erklärt Schulze und hofft, dass der Bau im Jahr 2016 realisiert wird. Sollte die Uhlenköperstadt das aber ablehnen, wäre das gesamte Projekt blockiert. Denn halbe Radwege – von Lehmke bis zur Uelzener Gemarkungsgrenze – werde das Land nicht bezuschussen.

Von Bernd Schossadowski

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