Zu Besuch im Wrestedter Rathaus: Grundschüler übermitteln Bürgermeister Benecke ihre Wünsche

Was Kinder auf dem Herzen haben

+
Der Bürgermeister der Samtgemeinde Aue, Harald Benecke, hat selbst zwei Enkelsöhne. Geduldig hört er zu, was die Kinder der Grundschulen in Wrestedt, Wieren und Bad Bodenteich auf dem Herzen haben.

Wrestedt. Traditionell nimmt sich der Bürgermeister der Samtgemeinde Aue, Harald Benecke, seit 2004 am Weltkindertag Zeit für die Fragen und Wünsche der jüngsten Bürger.

Während er vorgestern Besuch von den Kleinsten aus dem Kindergarten bekommen hatte, waren gestern 24 Schüler der Grundschulen Wrestedt, Wieren und Bad Bodenteich im Rathaus zu Gast.

„Kinder sehen viele Dinge mit anderen Augen als wir Erwachsene“, erklärte er. Darum hörte Harald Benecke, der selbst zwei Enkelsöhne hat, geduldig zu, was die Acht- bis Zehnjährigen auf dem Herzen hatten.

Vor allem Spielgeräte stehen bei den Dritt- und Viertklässlern hoch im Kurs. Mio aus Wrestedt und Fabian aus Bad Bodenteich haben sich neue Tornetze für den Schulsportplatz gewünscht. „Bei unseren selbst gebauten Toren fliegen die Bälle immer ganz weit weg“, sagte Fabian. Auch Wippen, Turnstangen und Schaukeln standen auf dem Wunschzettel.

In der Grundschule in Bad Bodenteich werden derzeit alle Klassenzimmer mit interaktiven Tafeln, sogenannten Whiteboards, bestückt. Jasper möchte, dass alle Klassen sofort neue Tafeln bekommen. Der Bürgermeister antwortete: „Jede Schule bekommt von uns ein Budget, von dem sie neue Dinge kaufen kann.“ Weil Whiteboards teuer sind, müssten die Schulen manchmal ein bis zwei Jahre warten, bis alle Klassen eines bekommen können.

Auch die nicht vorhandenen Wartehäuschen an einigen Bushaltestellen in der Samtgemeinde waren ein großes Thema bei den Kindern. „Wenn es regnet, werden wir immer nass“, erzählte Marie aus Wrestedt. Andere Bushäuschen müssten nach Meinung der Kinder repariert werden. „In Röhrsen ist das Dach undicht und es regnet hinein“, erklärte Amy. Harald Benecke versprach, diesen Mangel zeitnah zu beheben.

Viele Kinder haben sich gewünscht, dass Autos bei ihnen an der Schule nicht mehr so schnell fahren. „Bei uns werden viele Katzen und Igel überfahren“, sagte Mia aus Bad Bodenteich traurig.

In Wieren stellen ausparkende Autos sogar eine Gefahr für die Kinder dar. „Die Fahrer sehen uns beim Rückwärtsfahren nicht, weil wir so klein sind“, erklärte Thorge. Damit sich der Bürgermeister selbst ein Bild von der Situation machen kann, hatten die Schüler eine Zeichnung angefertigt, die sie dem Bürgermeister überreichten.

Harald Benecke gab zu: „Das Problem ist uns schon länger bekannt, aber bis jetzt haben wir noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.“ Trotzdem verließen die Kinder das Rathaus mit einem Lächeln, weil viele ihrer Wünsche erfüllt werden.

Von Sandra Hackenberg

Kommentare