Strukturdiskussion um die Feuerwehren der Samtgemeinde Aue: Gutachten Ende März erwartet

Keine Pläne für Auflösungen

Ende März rechnet Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke mit dem Ergebnis des Gutachtens zum Feuerwehrwesen des Landesrechnungshofes.

Bad Bodenteich/Wrestedt. Ende März rechnet Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke mit dem Ergebnis des Gutachtens zum Feuerwehrwesen des Landesrechnungshofes. Den Entwurf will er als Diskussionsvorlage verwenden und den einzelnen Ortsbrandmeistern vorlegen.

Er soll als Grundlage für alle weiteren Beratungen dienen.

„Es wird nicht nur der finanzielle Rahmen berücksichtigt, sondern auch feuerwehrspezifische Gründe fließen mit ein“, weiß Harald Benecke. Dazu gehören beispielsweise die Altersstruktur der Feuerwehren und die Nachwuchssituation. Wichtig ist auch die Tagesverfügbarkeit der Mitglieder und der Ortsbrandmeister. „Bei einigen Feuerwehren gibt es Überschneidungen in der Abdeckung, andere wiederum haben Schwachstellen.

Harald Benecke

Eine entscheidene Frage wird auch die nach dem Standort der Feuerwehren sein. Benecke bringt das Beispiel der Wehren in Wrestedt und Stederdorf. Trotz der örtlichen Nähe sind es in diesem Falle zwei Feuerwehren. Auch die Anzahl der Stützpunktwehren könnte laut Benecke eine wichtige Rolle im Gutachten spielen. Diese Feuerwehren sind besser ausgestattet als normale. Aktuell gibt es mit Stadensen, Wieren und Wrestedt sowie Bad Bodenteich und Kattien fünf Stützpunktwehren. Dabei würden drei für die Samtgemeinde Aue ausreichen. 19 Feuerwehren gibt es in der Samtgemeinde Aue, 13 im Bereich der alten Samtgemeinde Wrestedt, sechs im Bodenteicher Bereich. Einblicke in das Gutachten hat der Verwaltungschef noch nicht bekommen, von Gerüchten, die durch die Samtgemeinde Aue geistern, will er jedoch nichts wissen. Dort heißt es, dass drei Feuerwehren aufgelöst werden sollen. „Ich verwahre mich in aller Deutlichkeit gegen diese Spekulationen. Weder in den Samtgemeinderatsgremien noch in der Verwaltung gibt es konkrete Denkansätze in diese Richtung, sodass ich – zumal die vorstehend erwähnte Schließungsvermutung aus Feuerwehrkreisen an mich herangetragen worden ist – den Eindruck haben muss, dass diese Diskussionen in Feuerwehrführungskreisen, in welchen auch immer, geführt worden sein müssen.“ Unabhängig vom Prüfungsbericht des Landesrechnungshofes zwischen der Verwaltung, den Ratsgremien und den Feuerwehrführungskräften sei eine Betrachtungsweise aufgrund der demografischen Entwicklung und finanziellen Rahmenbedingungen auch für den Bereich des Feuerwehrwesens in der Samtgemeinde Aue unausweichlich. Unter Einbeziehung der Fachkompetenz der Feuerwehrführungskräfte werden diese Gesichtspunkte zu gegebener Zeit ergebnisoffen zu erörtern sein, so Benecke. Die kursierenden „Stammtischparolen“ böten keine Grundlage für die anstehende vorbehaltlose und sachbezogene Diskussion.

Im Zuge des Fusionsvertrages wurde im Vorfeld lediglich über die Struktur der Feuerwehren diskutiert, nicht aber über konkrete Schließungen.

Den Zukunftsvertrag müsse die Politik und Verwaltung laut Benecke allerdings bei den Haushaltsdiskussionen immer vor Augen haben – auch im Bereich der Neuanschaffungen von Feuerwehren.

Von Jörn Nolting

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