79 800 statt 39 900 Hähnchen: Gemeinde Soltendieck nimmt Einwände gegen Erweiterung zurück

Keine Bedenken mehr gegenüber Maststall in Varbitz

+
Im Stall von Landwirt Martin Fehlhaber in Varbitz werden derzeit 39 900 Hähnchen gemästet. Nun plant der Landwirt einen zweiten Stall und eine Erweiterung auf 79 800 Plätze.

bs Varbitz. Die Pläne von Landwirt Martin Fehlhaber, am östlichen Ortsrand von Varbitz einen weiteren Masthähnchenstall zu errichten (AZ berichtete), haben eine Hürde genommen.

Der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss der Gemeinde Soltendieck hat jetzt seine Bedenken gegen das Vorhaben zurückgenommen.

Die Lokalpolitiker hatten zuvor Einwände gegen die Erweiterung des Betriebes von derzeit 39 900 auf 79 800 Mastplätze erhoben. Sie befürchteten Lärmbelästigungen in Varbitz, weil der Abtransport der Hähnchen per Lastwagen nachts erfolgen soll. Hierzu habe Fehlhaber neue Lärmgutachten in Auftrag gegeben und dem Landkreis Uelzen vorgelegt, sagt Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Anfrage. Danach sei die Gemeinde Soltendieck um Stellungnahme gebeten worden – mit der jetzt getroffenen Entscheidung des Verwaltungsausschusses. Damit wird das Genehmigungsverfahren fortgesetzt. Der Landkreis werde die vorliegenden Unterlagen nun weiter prüfen, kündigt Theine an.

Martin Fehlhaber ist darüber erleichtert. Laut Gutachten werde die Lärmbelastung im Ort gering sein. „Wir sind von den Grenzwerten meilenweit entfernt. Es geht um höchstens zwei Lkws pro Stunde“, betont der Landwirt. Der nächtliche Abtransport sei nicht vorgesehen, um die Anwohner zu verärgern, sondern aus Tierschutzgründen. „Nachts können wir die Hähnchen bei kühleren Temperaturen verladen als tagsüber. Das ist für die Tiere wesentlich besser“, erklärt Fehlhaber mit Blick auf das schwülwarme Wetter, das beispielsweise vorgestern herrschte.

Der neue Maststall solle direkt neben dem bestehenden gebaut werden, sagt Fehlhaber. Die Verdoppelung auf 79 800 Tierplätze sei aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Eine darüber hinausgehende Erweiterung sei nicht geplant, versichert er.

Kommentare