Reparaturcafé des Sommerbads Wieren öffnete am Wochenende

Hilfe zur Selbsthilfe

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Vor allem Fahrräder galt es am Wochenende wieder fit zu machen.

Wieren. Platte Reifen und eine alte Wanduhr – das Helferteam des Reparaturcafés im Schwimmbad Wieren hatte am Wochenende wieder alle Hände voll zu tun. Acht Ehrenamtliche standen im Sommerbad bereit, um defekte Dinge in Ordnung zu bringen.

Bei einem Gast aus Wittingen verließ die Helfer aber der Mut. An die Reparatur einer alten Wanduhr trauten sie sich nicht heran. Ein Fall für den professionellen Uhrmacher. Ein altes Radio konnte dagegen vor Ort wieder funktionsfähig gemacht werden.

Marianne Knust (li) und Ruth Riggert bügelten die geflickten Kleidungsstücke.

Der schon fast historische „Malkasten“ von Emmy Drieselmann erhielt einen neuen Boden und die Wierener Hobbymalerin kann wieder zum Pinsel greifen. Fahrräder waren der „Renner“. Eine Familie rückte gleich mit drei Drahteseln an. Manchmal half auch einfach der Hinweis auf einen Tropfen Öl oder es wurde gezeigt wie die Kette zu spannen ist – ganz nach der Devise: Hilfe zur Selbsthilfe. Fazit des Helferteams: Uns hat der Nachmittag viel Freunde gemacht.“

Ruth Riggert von der Bürgeraktion „Wieren2030“, die die Idee des Reparaturcafé gemeinsam mit ihrem Mann Günter umsetzte, war auch mit den wenigen fehlgeschlagener Reparaturversuchen zufrieden: „Wir wollen ja ausdrücklich den Handwerksbetrieben keine Konkurrenz machen.“ Der von den Besuchern gern entrichtete „freiwillige Lohn“ – immerhin 300 Euro – wanderte in ein Sparschwein der Aktion Sommerbad Wieren (ASW), die das Freibad in Wieren seit zehn Jahren ehrenamtlich betreibt.

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