Samtgemeinde Aue erwartet für 2015 Minus von 382 000 Euro / Mehrkosten durch Vertretungen in Kitas

Haushaltsloch wächst und wächst

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Fröhlich spielen die Mädchen und Jungen in der DRK-Kindertagesstätte Wieren. Doch die Vorgabe des Landes, dass Kindergärten bei Erkrankung ihrer Mitarbeiter für eine sofortige Vertretung sorgen müssen, wird den Etat der Samtgemeinde belasten.

Wrestedt/Bad Bodenteich. Die finanziellen Probleme der Samtgemeinde Aue werden sich im kommenden Jahr voraussichtlich vergrößern. Diese Prognose gab Kämmerer Frank Burmester am Mittwochabend im Samtgemeinderat ab.

Nach den bisher vorliegenden Zahlen wird der Ergebnishaushalt 2015 der Samtgemeinde ein Minus von etwa 382 000 Euro aufweisen. Ein großes Finanzloch klafft auch im aktuellen Etat 2014: Hier wird das Defizit nach Burmesters Berechnungen bei rund 350 000 Euro liegen.

„Das ist eine Entwicklung in die falsche Richtung“, gab der Kämmerer ohne Umschweife zu. Denn nach den Vorgaben des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen muss die Samtgemeinde Aue spätestens im Jahr 2017 einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorweisen – sonst droht ihr Ärger durch das Innenministerium.

Außerdem werden die erwarteten Fehlbeträge für 2014 und 2015 das Gesamtdefizit aus den Vorjahren weiter erhöhen: auf rund 5,1 Millionen Euro bis Ende kommenden Jahres. Burmester ahnt, dass der Weg aus der Krise äußerst schwierig sein wird: „Ohne eine Reduzierung der Kreisumlage sind wir nicht in der Lage, gesunde Haushalte zu präsentieren.“ Denn auch die Etats der Mitgliedsgemeinden – mit Ausnahme von Wrestedt – sind im Minus.

Von Bernd Schossadowski

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