Wrestedts Verwaltung darf bei massiven Schäden nun selbst entscheiden

Grünes Licht für Fällung

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Der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert (links) erläuterte dem Bauausschuss die Wurzelschäden im Pflaster an der Straße „Auf den Doren“ in Wrestedt. 

Wrestedt. Die Wurzeln der beiden Roteichen an der Straße „Auf den Doren“ in Wrestedt haben ganze Arbeit geleistet. Die Pflastersteine an der Parkbucht und am angrenzenden Gehweg sind viele Zentimeter nach oben gewölbt.

Diese Stolperfallen für Fußgänger hat der Bauausschuss der Gemeinde jetzt bei einer Ortsbesichtigung unter die Lupe genommen. Einstimmig empfahl das Gremium, dass die in den 1980er Jahren gepflanzten Roteichen gefällt werden sollen, um die Gefahr zu beseitigen.

Die Situation „Auf den Doren“ ist für den Ausschuss ein Beispiel für viele ähnlich gelagerte Fälle in der Gemeinde, in denen Baumwurzeln massive Schäden im öffentlichen Raum verursachen. Daher formulierte der Ausschuss jetzt eine Leitlinie: Die Wrestedter Bauverwaltung darf bei derart gravierenden Problemen künftig eigenständig über Baumfällungen und Neuanpflanzungen entscheiden. Dabei soll sie den Nutzen einer Fällung mit den Kosten einer Pflastersanierung abwägen.

Wichtig ist dem Ausschuss, dass als Ersatz heimische Baumarten gepflanzt werden, die nicht zu hoch wachsen und zudem herz- oder tiefwurzelnd sind. Flachwurzler sollen dagegen vermieden werden. Als geeignete Baumarten nannte Bauamtsmitarbeiterin Johanna Rößler unter anderem Feldahorn, Baumhasel und Amberbaum.

Konkret wird das demnächst an der Lindenstraße in Wrestedt. Dort sollen mehrere Bäume, deren Wurzeln massive Schäden angerichtet haben, entfernt werden. Welche Baumarten dafür neu gepflanzt werden sollen, darf die Bauverwaltung selbst entscheiden.

Anders sieht das in Emern aus. Dort wurden bereits acht Bäume gefällt, für die der Ausschuss nun fünf Arten als Ersatz vorschlug: Linde, Eiche, Feldahorn, Baumhasel oder Hainbuche. In Absprache mit Einwohnern von Emern will die Verwaltung dazu jetzt die Auswahl treffen. Die Kosten für die Neuanpflanzungen trägt die Gemeinde.

Von Bernd Schossadowski

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