37 596 Euro für den Bürgerpfad

Auch der NDR-Hörfunk war in Stadensen vor Ort und interviewte die Besucher.

Kallenbrock. - Von Ulrich Bleuel 37 596 Euro – eine Zahl steht für das Engagement der Einwohner aus Nettelkamp und Stadensen. Innerhalb von neun Wochen nach dem ersten Spendenaufruf kam diese Summe zusammen, um den geplanten Bürgerpfad zwischen den beiden Orten mitfinanzieren zu können.

Fast schon mehr als die Haushaltszahlen interessierte die Bürger beim Rechnungstag der Gemeinde Stadensen diese Ergebnisbekanntgabe. „Ich gehe davon aus, dass der Bürgerpfad gebaut wird“ – von der Lenkungsgruppe dankte Andreas Dobslaw den mehr als 200 Haushalten, die sich mit Bargeld beteiligten und den Firmen, die sich zu Sachspenden verpflichten. Dass die Gelder nicht verschludert werden, dafür werden unabhängige Kassenprüfer sorgen.

Den Grundstein für den Bau des Verbindungsweges haben die Bürger gelegt. Nun sind andere am Zug. Der Gemeinderat muss den Haushalt mit den veranschlagten Baukosten verabschieden, die Kommunalaufsicht den Haushalt prüfen und die Verwaltung zeitnah den Grunderwerb regeln.

Einen historischen Rechnungstag nannte Bürgermeister Kai Städing die Versammlung nicht nur hinsichtlich des Spendenaufkommens. Es war der letzte Rechnungstag der Gemeinde, die nicht ganz 40 Jahre alt geworden ist und im Zuge der Samtgemeindefusion zum November in die Gemeinde Wrestedt übergehen wird.

Knapp 20 000 Euro waren im vergangenen Jahr für die Gemeindeorgane aufzubringen, 40 000 für das Jugendzentrum in Stadensen und 92 000 für den Kindergarten in Wrestedt. Im Verwaltungshaushalt konnte der zunächst ausgewiesene Fehlbedarf um 87 600 Euro auf 251 079 Euro reduziert werden. „Ein kleiner, aber richtiger Schritt in die Zukunft“, bilanzierte Gemeindedirektor Harald Benecke verhalten optimistisch die Zahlen.

Insgesamt aber wünschte er sich grundlegende Änderungen im kommunalen Finanzbereich. Kaum planen könne man die Einnahmen aus der Gewerbesteuer oder den Einkommenssteueranteilen. Die vielen Einnahmen in 2010 in allen drei Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Wrestedt sahen besser aus als erwartet, sie können aber im nächsten Jahr schon wieder zu einem erheblichen Minus führen.

Die Schülerzahlen an den Grundschulen in Wieren und Wrestedt werden sich innerhalb von gut 20 Jahren um mehr als die Hälfte verringern. Zählte man hier zur Jahrtausendwende noch 460 Schüler, werden es in etwas mehr als zehn Jahren nur noch rund 200 sein.

Das Sommerbad in Stadensen werde auch weiterhin finanziell mit einem festen Betrag unterstützt. Die Interessengemeinschaft betreibe eine tolle Arbeit, die die Samtgemeinde Wresetdt in dieser individuellen Gestaltung niemals hätte betreiben können, dankte Harald Benecke den Mitgliedern der Interessengemeinschaft.

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