Drei Monate nach der Eröffnung

Einkaufs-Treffpunkt von „Wieren 2030“ wird gut angenommen

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Über viele Kunden an seinem Fischwagen freute sich gestern Christian Holsten. Auch andere Händler sind zufrieden.

Wieren. Ihre Kunden begrüßt Anke Wolpers, Verkäuferin der Bad Bodenteicher Bäckerei Hoffmann, mit einem Lächeln.

„Das ist wie Urlaub hier, weil es Spaß macht und die Leute so nett sind“, erklärt sie, warum sie so gerne mit dem Verkaufswagen der Bäckerei zum „Treffpunkt Wieren“ kommt. Seit drei Monaten gibt es das neue Einkaufsangebot der Bürgeraktion „Wieren 2030“ auf dem ehemaligen Volksbank-Parkplatz – jeweils dienstag- und donnerstagvormittags. Die Bilanz der Kunden, Händler und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft fällt positiv aus.

„Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden“, sagt Karl-Heinz Fabian, Projektpate des Treffpunkts, gestern. Das Ziel, nach der Schließung der Wierener Edeka-Filiale im Jahr 2012 auf privater Basis eine Versorgungsmöglichkeit für die Bürger zu schaffen, sei erreicht worden. Acht Händler, auf zwei Tage verteilt, bieten ihre Produkte vor Ort an. Außer der Bäckerei sind es unter anderem eine Schlachterei, ein Blumen-, ein Fisch- sowie ein Obst- und Gemüsehändler. Allerdings ist ein Anbieter von Käse und Gemüse abgesprungen, bedauert Fabian. Er führt derzeit Gespräche mit einem anderen Käsehändler, der nach den Sommerferien für Ersatz sorgen könnte.

Bei den Kunden kommt der Treffpunkt ausgezeichnet an. „Das Angebot ist sehr gut. Einmal pro Woche sind wir immer hier, manchmal auch zweimal“, erzählt Elisabet Habeck aus Bollensen, die zusammen mit ihrem Ehemann Gerd einkauft. Sie lobt die „fröhliche Stimmung“ auf dem Markt. „Hier trifft man immer jemanden zum Klönen.“ Ihr Mann freut sich, dass es nun auch einen Fischhändler gibt. „Das ist besonders interessant für uns“, erklärt er.

Und so herrscht am Fisch-Verkaufswagen gestern auch großer Andrang – sehr zur Freude von Verkäufer Christian Holsten. „Hier ist ordentlich was los“, sagt er. Auch Obst- und Gemüsehändlerin Sandra Zindler aus Langenbrügge ist zufrieden. „Der Markt wird gut angenommen. Etwa die Hälfte unserer Kunden kommen nicht aus Wieren, sondern aus den umliegenden Orten“, hat sie festgestellt. Das sei ein deutliches Zeichen dafür, dass sich das Einkaufsangebot herumgesprochen habe, meint Fabian. „Es ist ja auch nicht nur der Markt für Wieren, sondern für die gesamte Gemeinde Wrestedt“, betont er.

Bei den jüngsten Besuchern ist der Treffpunkt ebenfalls beliebt. Regelmäßig kommen Grundschulklassen aus Wieren vorbei. Auch die Mädchen und Jungen des örtlichen Kindergartens sind Stammgäste – sie kaufen vor Ort meist frisches Obst und andere Leckereien für ihr Frühstück ein. Gestern sangen sie zudem einige Lieder auf dem Treffpunkt, für Akkordeonmusik sorgte August Oetzmann. „Es hat sich gelohnt, den Treffpunkt einzurichten“, resümiert Fabian.

Von Bernd Schossadowski

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