„Eines Tages wieder in Wieren“

Im vergangenen Jahr war die Jabelmannhalle brechend voll, als die Landjugend Wieren geladen hatte. Foto: Privat

Wieren. Im dritten Jahr nun schon findet der Wierener Landjugendball nicht mehr in Wieren, sondern in der Uelzener Jabelmannhalle statt. „Die Auflagen der Samtgemeinde Wrestedt haben überstiegen, was wir uns leisten können“, begründet Constantin Thiemann den Ortswechsel.

Auch der Landkreis Uelzen war nicht mehr bereit, die Straßen zu sperren und auch diese Kosten fielen auf die Landjugend zurück. Viele andere Scheunefeten mit langjähriger Traditionen gibt es aufgrund der verschärften Auflagen nicht mehr.

Seit rund 60 Jahren wird der Wierener Landjugendball veranstaltet. „Es hat Tradition bei uns. Schon mein Vater hatte die Party mitorganisiert“, schildert der 28-jährige Thiemann, der sich wünscht, dass „die Feier eines Tages wieder in Wieren stattfinden kann“. Gefeiert haben alle Generationen. Ärger mit den Anwohnern gab es laut Thiemann auch nie.

Jeweils vor und nach den Feiern in Wieren wurden ausgiebige Gespräche geführt. Denn immerhin bevölkerten plötzlich bis zu 10 000 Gäste aus dem gesamten Landkreis den kleinen Ort an der Landesstraße 270.

Durch den Ortswechsel nach Uelzen ging vielleicht eine jahrzehntelange Tradition verloren, doch haben die Organisatoren erheblich weniger Arbeit als noch zu Wierener Zeiten. „Die Theke übernimmt das Team der Jabelmannhalle, wir kümmern uns um den Rest“, erklärt Thiemann. Und damit es keine Terminüberschneidungen gibt, hatten sich Vertreter der beiden Uelzener Gymnasien und Vertreter der Landjugend mit dem Betreiber der Jabelmannhalle, Ulrich Gustävel, zusammengesetzt, um die Termine abzusprechen. Die Organisation der Party liegt in den Händen von 16- bis 23-jährigen Mitgliedern der Landjugend Wieren.

„Durch die Veranstaltung wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich organisatorisch in die Planung und Ausführung eines Projektes zu verwirklichen“, schildert Constantin Thiemann aus eigener Erfahrung. Bei ihrer eigenen Party kommen die Jugendlichen übrigens kaum dazu, mitzufeiern. Sie übernehmen die Betreuung der vier Kassen und kontrollieren den Parkplatz und das Festgelände. Gefeiert wird der Landjugendball am Pfingstsonntag, 12. Juni, ab 21 Uhr. Für die Live-Musik sorgt die Band „Vis à Vis“.

Von Jörn Nolting

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