Soltendiecker Rat fordert Ortsumgehung bei zweigleisigem Ausbau der Strecke

Brücke über Bahnstrecke

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Zu lange Wartezeiten, wenn die Bahnstrecke nun auch noch zweigleisig werden soll: Der Soltendiecker Rat fordert die Möglichkeit, die Schienen zu umfahren. Entweder muss eine Brücke oder eine Ortsumgehung gebaut werden.

Soltendieck. Die Gemeinde Soltendieck will eine Brücke über die Bahnstrecke Uelzen-Stendal. Damit fordern die Gemeindevertreter wie auch in Wieren, dass es eben keine höhengleichen Kreuzungen der Landesstraße mit der Bahnstrecke gibt.

Die Forderung der Soltendiecker wurde im Rahmen der Änderung des Regionalen Raumordnungsprogrammes für den Landkreis Uelzen laut.

Nach dem niedersächsischen Gesetz über Raumordnung und Landesplanung (NROG) hat der Landkreis Uelzen als Träger der Regionalplanung als Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises ein Regionales Raumordnungsprogram (RROP) für das gesamte Kreisgebiet aufzustellen, welches aus dem Landesraumordnungsprogram Niedersachsen (LROP) zu entwickeln ist. Das zuletzt 2000 aufgestellte RROP ist an das derzeit aktuelle LROP 2008 anzupassen.

Die vielfältigen infrastrukturellen Änderungen und Entwicklungen im Landkreis erfordern die Weiterentwicklung der regionalplanerischen Zielsetzungen. Damit sollen die regionalen Entwicklungen gesteuert und den Gemeinden, Investoren und auch den Bürgern eine verlässliche Grundlage und ein planerischer Rahmen für die weitere Entwicklung des Landkreises gegeben werden.

Nachdem der Landkreis Uelzen 2010 das Änderungsverfahren eingeleitet hat, führte dieser mit Zusendung der Entwurfsunterlagen 2011 zur Änderung und Fortschreibung des RROP nunmehr die formelle Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit durch. Der Samtgemeinde Aue sowie den Mitgliedsgemeinden Bad Bodenteich, Lüder, Wrestedt und eben auch Soltendieck wird nun Gelegenheit gegeben, zu der Entwurfsfassung bis zum 19. April eine Stellungnahme abzugeben und jeweils Anregungen sowie Bedenken vorzubringen. „Wenn die Bahn zweigleisig ausgebaut wird, dann brauchen wir eine Brücke oder Unterführung“, findet Bürgermeister Jürgen Wöhling. Er und der gesamte Rat fordern deshalb wie auch die Wierener eine Brücke oder sogar eine Ortsumgehung.

Und Wöhling denkt noch weiter: Vielleicht könne die Ortsumgehung parallel zur geplanten A 39 verlaufen. Und überhaupt: die A 39. „Passiert auf der Autobahn mal ein Unfall und die Fahrzeuge werden über Soltendieck geleitet und müssen ewig vor den Bahnschranken stehen, dann staut es sich gewaltig“, malt Soltendiecks Bürgermeister ein Zukunftsszenario.

Von Jörn Nolting

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