Beschwerde gegen Urteil

In Emern wurde am Sonntag gegen die Errichtung des Heimtierbestattungszentrum demonstriert. Ein Nachbar hat Beschwerde gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt.

no Emern. 58 Emerner Bürger haben kürzlich vor ihren Häusern Schilder der Bürgerinitiative für ein lebendiges Emern aufgestellt. Die Botschaft an die Betreiber des im Bau befindlichen Heimtierbestattungszentrum ist eindeutig: „Wir wollen Eure toten Tiere nicht in Emern“, steht in großen Buchstaben auf den Schildern.

„Diese Aktion ist Ausdruck der Zuversicht der Emerner Bürger, dass das Heimtierkrematorium nicht in Betrieb gehen wird“, hoffen Sigrid Körtke und Werner Fricke, Sprecher der Bürgerinitiative. Der Bau schreitet langsam voran. Die Nachbarn des Baugrundstücks haben beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg Beschwerde gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt, das den Bau des Heimtierkrematoriums zugelassen hatte.

„Der Widerstand der Bürger Emerns hat einen sehr realen Grund, der jetzt, viel schneller als gedacht, sichtbar wird: In jüngster Zeit ist in Emern der Verkauf eines Hauses daran gescheitert, dass die Interessenten in einem Dorf mit einem Heimtierkrematorium nicht wohnen wollen“, schildert Werner Fricke und ergänzt: „Der Ortsbürgermeister, Samtgemeinde und Landkreis begründen ihre Entscheidung für das Heimtierkrematorium unter anderem mit dem Argument, da wird in ein Bauernhof revitalisiert. Doch in Wirklichkeit bedroht der Bau die Zukunft des Dorfes.“

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