Thomas Jürgens verlässt im Frühjahr das Jugendzentrum Wrestedt

Basis ist der Zukunftsvertrag

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Rück- und Ausblick: Die Zuhörer lauschten den Aussagen von Wrestedts Bürgermeister Hans-Hermann Schulze sowie den Vertretern der Verwaltung.

Stederdorf. „Das Leben an einem Ort ist erst dann schön, wenn die Menschen ein gutes Verhältnis zueinander haben.

“ Seit Heinz-Hermann Schulze Bürgermeister der Gemeinde Wrestedt ist, lässt er diesen Satz zum Abschluss seines Rückblickes beim Rechnungstag auf die Anwesenden wirken. So war es auch beim diesjährigen Rechnungstag am vergangenen Freitag. Es war gleichsam auch der Wunsch nach einem Zueinanderfinden der Bürger aus den ehemaligen Gemeinden Wrestedt, Wieren und Stadensen in der neuen Großgemeinde Wrestedt.

Ob Kindergarten mit Krippe und Familienzentrum, ob Jugendarbeit in den Vereinen oder Jugendzentrum: „Für unseren Nachwuchs werden wir auch weiterhin finanzielle Mittel bereithalten.“ Nach sechs Jahren wird Thomas Jürgens im Frühjahr das Jugendzentrum Wrestedt verlassen. „Er hat gute Arbeit geleistet, die Angebote erweitert und den Laden im Griff gehabt.“ Nach der Elternzeit wird die derzeitige Planstelleninhaberin an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Mit einem Sanierungskonzept wird in der Gemeinde Wrestedt bis 2014 die gesamte Straßenbeleuchtung auf den neuesten Stand gebracht. Rund 500 000 Euro wird die Umstellung auf sparsame Leuchtkörper kosten.

Gemeindedirektor Harald Benecke stellte die Strukturen der neuen Samtgemeinde Aue und die Organisation der Verwaltung vor. „Aus der Samtgemeinde Aue wollen wir in den nächsten fünf Jahren eine leistungsfähige Kommune schaffen, die in 2016 „schwarze“ Zahlen schreibt.“ Und weiter: „Basis allen Agierens ist der Zukunftsvertrag!“

Den hatten bekanntlich im vergangenen Jahr die ehemaligen Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt geschlossen, um gemeinsam in der Bildung der fusionierten Samtgemeinde Aue die Zukunft gestalten zu können. Als „Entscheidungsunterstützung“ wurden der neuen Samtgemeinde vom Land 10,6 Millionen Euro als Zins- und Tilgungshilfe in Aussicht gestellt. Die erste Rate in Höhe von 5,7 Millionen Euro ist in der vergangenen Woche im Wrestedter Rathaus angekommen.

Darüber kann man sich als Kämmerer freuen. Frank Juchert tat es dann auch und hielt der Versammlung weitere zum Optimismus tendierende Zahlen vor. Das Jahr 2011 brachte mit rund 95 000 Euro unerwartet höhere Steuereinnahmen als geplant.

Mehr als 55 000 Euro allein aus der Gewerbesteuer. Das klingt genauso gut wie die Aufwendungen der gesamten Samtgemeinde Aue. Der bereits für 2011 in Doppik umgestellte Haushaltsplan enthielt geplante Ausgaben in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro.

Tatsächlich jedoch wurden „nur“ etwas weniger als 900 000 Euro ausgegeben, so dass 1,4 Millionen Euro ein erster Schritt auf den in fünf Jahren angepeilten ausgeglichenen Haushalt sind.

Von Ulrich Bleuel

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